Outlaws Dresden

22.11.14
Nachwuchstag gegen die Preussen

(Pumuckl) Erst am frühen Morgen vom Spiel aus Bietigheim zurück gekommen, klingelte der Wecker bereits nach gefühlt einer Stunde Schlaf, was beim Autor kurzzeitig etwas Orientierungslosigkeit auslöste. Aber sogleich erinnerte man sich, heute war ja Preussen-Tag beim Nachwuchs des ESCD angesagt. Also raus aus den mehr oder weniger gemütlichen Federn und ab in die Eissporthalle. Die Versorgung mit Frühstück auf dem Weg dorthin wurde durch eine Bäckersfrau, die noch verpeilter war als ich, fast vereitelt, indem sie konsequent die Bestellungen aller Kunden falsch verstand: "Einen großen Kaffee bitte." - "Ein kleiner Kaffee, kommt sofort!", "Ich hätte gern zwei Milchbrötchen." - "Zwei Spritzringe, noch einen Wunsch?" Sollte dieser schöne Tag wirklich mit einer Pöbelei beginnen? Die Gelassenheit siegte, und so konnte ich zusammen mit dem Nachwuchs-Scout-Kollegen Sven pünktlich die angestammten Plätze im Oberrang der Haupttribüne einnehmen.

Als erste ESC-Mannschaft waren die Kleinschüler zum Preussen-Rupfen angetreten und sie machten ihre Sache nach anfänglichen Startschwierigkeiten sehr gut. 6:2 konnten sie sich durchsetzen, glänzten dabei sogar mit einigen sehenswerten Aktionen. Es ist schön zu sehen, dass mittlerweile auch bereits in dieser Altersklasse in Dresden ein deutlicher Niveauanstieg verzeichnet werden kann, jedenfalls sehen Puckbehandlung, Lauftechnik und Teamplay deutlich besser aus, als noch vor einigen Jahren. Das sahen die gut 40 anderen Zuschauer genauso und spendeten den kleinen Kämpfern im blau-weißen Dress ordentlich Beifall.

Bis zum DNL-Spiel war nun gut eine Stunde Zeit zu überbrücken, welche dazu genutzt wurde, im Ostragehege nachzuschauen, ob eine interessante Partie Fußball läuft. Um es kurz zu machen, am Ende landeten wir bei einer Partie der G-Jugend vom Dresdner Sportclub, welche aber selbst uns nach etwa fünf Minuten zu sinnlos wurde. Also ab in die Auszeit und "'nen echt starken Kaffee" hintergekippt. Da neben uns auch noch die gerade geschlagenen Kleinschüler der Preussen ihre Trostmahlzeit zu sich nahmen, dauerte das alles ziemlich lange und wir verpassten fast den Anpfiff des DNL-Spiels.

Und auch dieses bot guten Sport und Kampf auf dem Eis, was in einem 4:2 und damit dem ersten Sieg in der DNL-Zwischenrunde mündete. Mittlerweile gesellten sich Gotrek und Peschke vom Hoppen in Pirna zu uns, sodass die Zeit mit einigen Bieren und der Auswertung der Bietigheim-Fahrt und anderen Ereignissen herum gebracht werden konnte.
Supporttechnisch ging die Chose ganz klar an Berlin, den zwei, drei von den Kleinschülern der Preussen angestimmten Anfeuerungsrufen hatte man an diesem Tag einfach nichts entgegenzusetzen.

Zum Regionalliga-Spiel wechselten wir den Standort und zogen in den Oberrang auf der gegenüberliegenden Seite, wo standesgemäß das Sachsenmeister-und-Pokalsieger-Banner aufgehängt wurde. Zur dritten Partie dieses Tages fanden sich sogar circa zehn Gästefans ein, die ihre zwei Banner, eine Trommel und etwas Videotechnik am Rande der Nordkurve platzierten. Gehört hat man sie glücklicherweise nur etwa fünf Mal im ganzen Spiel und auch wenn es kurzzeitig in den Fingern juckte, konnten die Preussen ihr gesamtes Equipment wieder mit nach Hause nehmen. Trotzdem, das nächste Mal vielleicht nicht alles komplett unbeaufsichtigt in den Drittelpausen im Block liegen lassen. Über das Spiel hüllen wir lieber den Mantel des Schweigens, die Berliner waren in allen Belangen klar überlegen und gewannen folgerichtig mit 7:1, einzig was den Körpereinsatz anging, konnten die Jungen Wilden einige Ausrufezeichen setzen. Dem verletzten Jungspund der Gäste gute Besserung, die große Klappe hat ja noch funktioniert und so schlimm, dass er mit zwei Tragen herausgetragen werden musste, war es am Ende doch nicht.

11:11 war also das Tagesendergebnis des ESC Dresden gegen den ECC Preussen. Dass vor allem die Nachwuchsmannschaften ihre Spiele gewinnen konnten, freut einen als interessierten Eishockeyfan und nicht nur Zweitliga-Konsumenten sehr. Die Spiele machen einfach besonders Spaß und haben auf jeden Fall mehr Zuschauer als aktuell verdient.

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