Outlaws Dresden

21.02.2016
F.P. Bremerhaven - Dresdner Eislöwen
5:2 (2:0,2:0,1:2)
Zuschauer: 4.422 (ca. 20 Dresdner)

(Lynda!) Bereits die Kartenreservierung für das ausverkaufte Spiel in Bremerhaven sorgte in Dresden für Aufregung und Chaos. Erst am Samstagmorgen - 5 Uhr - wurden die Weichen gestellt, und die heißersehnten Online-Tickets bestellt. Die Gewissheit siegte, das Spiel in Fischtown nun doch erleben zu können.
So begann die Fahrt am Sonntagmorgen gegen zehn. Der nötige Proviant, Fahnen und Co. ins Auto geladen, machten sich vier Dresdner auf den Weg in den Norden.
Unter den vieren ein Pärchen, welches es sich zum Ziel gemachte hatte, das komplette Wochenende nur in Eishallen kacken zu gehen - Shithopping ? abgehakt.
Die Winterreifen des Fahrzeuges, die sonst nur bis 210 km/h laufen, wurden vor allem auf der Hinfahrt getestet und bestanden bravourös mit 230 km/h.
Da es das Wetter nicht so gut meinte, liefen auch die Scheibenwischer während der gesamten Fahrt auf Hochtouren.

In Bremen lud uns der Hausherr zu Nudeln mit Schweinefilet und Meerschweinchendarm (Zwiebeln) ein. Im Zuge dessen kam es zu einer besonders weisen These "Schweine sind dreckige Tiere, Hunde haben Charakter!".
Die Fahrt wurde nun verstärkt und zu fünft zum eigentlichen Ziel fortgesetzt.

Da der Einlass mit langen Schlangen und außerordentlich peniblen Kontrollen verbunden war, wurden alle erstmal vom nie enden wollenden Regen durchnässt und durften den überaus interessanten Gesprächen der Heimfans lauschen.
Die Ordner nahmen ihre Jobs sehr ernst und so ergaben sich folgende Dialoge:
"Was steht auf euren Fahnen?" - "Outlaws, und unser Männel mit ausgestreckten Armen." - "Hä? Und was steht auf dieser Fahne hier?" Freundlich und zuvorkommend, wie die Dresdner eben so sind, erklärten sie es noch einmal. "OD05 und wieder unser Männel."
Das Vertrauen der Ordner war immens und so durfte die Kontrollstation mit Männelfahnen passiert werden - "Dann vertrau ich euch jetzt mal."

Die Überraschungen an jenem Spieltag sollten allerdings kein Ende nehmen, denn auch das Bier holen, stellte so manchen Dresdner vor Herausforderungen.
Mit riesigem Durst musste man sich erstmal erklären lassen, dass es in Fischtown kein Bargeld gibt. Moment, doch, "Bargeld gibt es nur beim Becherpfand."
Bei den Fischbrötchen ging es weiter. Diese wurden ausschließlich mit Tomaten serviert. Dies bedarf wohl keiner weiteren Worte.

Das Spiel erwies sich als recht schwerfällig. Die Dresdner Jungs schienen müde und die Hoffnung auf ein Tor im ersten Drittel, trotz recht guten Chancen, erstarb jäh mit dem Abpfiff.
Im zweiten Drittel sollte es nicht viel besser werden. Auch da wurde der kontinuierliche Support der rund 20 Dresdner Fans nicht erhört und Dresden ging wieder ohne auch nur einem Tor in die Kabine.
Die besten Fans der Liga zeigten sich im eigenen ausverkauften Haus nur selten laut ? feinstes Popcorn Publikum.
Im letzten Drittel erreichte nicht nur das Spiel seinen Höhepunkt - mit 2 Toren für Dresden -, sondern auch die Heimfans sorgten für die nächste Überraschung, die zum Highlight des Abends wurde. Sie schmetterten plötzlich: "Ihr seid Ossis..."
Die Dresdner Fans ließen sich natürlich nicht lumpen und gaben aus voller Kehle - "Wir sind Ossis..." und "Dank Hartz IV sind wir heute hier!" zum Besten.

Rundum ein gelungener Auswärtsauftritt der Dresdner Fans mit einem guten Fahneneinsatz und einem sehr engagiertem Trommler, der sich auch von einem gebrochenen Schlägel nicht unterkriegen ließ.
Die Heimfahrt verlief, trotz Sturm und Regen, sehr harmonisch im Inneren des Wagens. Und so erreichte man gegen viertel eins die heimischen Gefilde.

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