Outlaws Dresden

19.02.2016
Dresdner Eislöwen - Ravensburg Towerstars
5:1 (3:1,1:0,1:0)
Zuschauer: 3.023 (kein Gäste)

Die Welt ist im Wandel

(Shadow) "Was wollen wir denn heute Abend machen? - Genau dasselbe wie jeden Abend! Wir versuchen die Weltherrschaft an uns zu reißen!" Mit diesem Plan startet die Fraktion der inaktiven Fanszene in jedes neue Eishockeywochenende. Und dies sogar mit sichtlichem Erfolg. Der Kern der eh schon kleinen aktiven Fanszene rückt immer weiter in den Hintergrund. Mittlerweile ist es fünf vor zwölf und wenn man nicht aufpasst, wird man von der gelangweilten Masse überwältigt und gehört schon bald einer unterdrückten Minderheit an. Was soll's.. Kann man sich dann den Scheiß mit Choreos, Zaunfahnen und anderen Aktionen sparen und seine Zeit endlich wieder sinnvoll nutzen. Nach einer schlauchenden Woche ist so ein Eishockeyspiel bisher eigentlich immer genau der richtige Einstieg ins Wochenende gewesen. Und es gibt Tage, da fehlt es einem dann doch mal an nötigem Elan oder Motivation und so hätte ich meine Bewerbung als Zeitungsträger wohl lieber rechtzeitig zurückgezogen. Man möge ein Nachsehen mit meiner ständigen Unzuverlässigkeit haben. Immerhin konnte ich mich noch dazu aufraffen, durch die Reihen zu schlappen, um ein paar Liedzettel zu verteilen. Auch wenn diese letztendlich nicht zum Einsatz kamen.
In den letzten Spielen wurde ja immer die schlechte Spielweise der Mannschaft als Grund für mangelnde Stimmung genannt und dass deswegen der Funke nicht auf die Ränge überspringt.. Bla bla bla.. Kann man bei dieser Begegnung aber leider nicht mehr gelten lassen.

Die Eislöwen dominierten das Spielgeschehen über weite Strecken und wenn die Gäste aus Ravensburg mal so etwas wie kleine Druckphasen hatten, fand man schnell wieder zurück ins Spiel und setzte wieder eigene Akzente. Im ersten Drittel gingen die Eislöwen schnell und irgendwie einfach mit 3:0 in Führung, ehe Ravensburg etwas glücklich den Anschlusstreffer erzielte. 35 Sekunden nach Wiederanpfiff legten die Eislöwen nach und erzielten das 4:1. Im Schlussabschnitt machte man mit dem 5:1 den Deckel drauf. Sogar in Unterzahl kamen die Eislöwen zu sehr guten Chancen. Etwas Ungeschick und Pech verhinderten einen weitaus höheren Sieg unserer Farben. Und trotzdem blieb man stimmungsmäßig wieder einfach nur blass. Wären Gästefans anwesend gewesen, hätten die bestimmt für angemessene Stimmung gesorgt. Aber vielleicht liegt es ja auch daran, dass man eben niemanden hatte, gegen den schön gepöbelt werden konnte. Aber dafür gibt es ja noch die Schiedsrichter.
Mittlerweile sind wir ja schon so weit, dass die Schiris mehr Aufmerksamkeit bekommen als unsere Mannschaft. Wenn ich da nur an den Typen mit dem Schiri-Tourette-Syndrom denke. Anfangs vielleicht noch irgendwie lustig, nervt seine vorhersehbare und immer gleiche Artikulation einfach nur noch, wenn ein Pfiff gegen die Eislöwen ertönt. Und es werden immer mehr Leute, die es ihm gleichtun. Aber dann wird es wenigstens doch mal laut in der Eishalle und vielleicht ist das ja auch schon Stimmung der nächsten Generation?! Exklusiv in Dresden, ist ja Weltklasse!

Die inaktive Szene wird erst nach dem Spiel so richtig aktiv, um im World Wide Web die bevorstehende Übernahme zu kommentieren. Dass dabei aber nur gequirlte Scheiße herauskommt, brauch ich wohl nicht zusätzlich erwähnen?!
Naja, zum Glück ist diese elende Saison bald vorbei und wenn man hoffentlich in den Pre-Play-offs gegen Crimmitschau ausscheidet, braucht man sich auch nicht mehr jedes Wochenende in die Eishalle schleppen und sich dieses langweilige Eishockey angucken. In der Sommerpause haben die Inaktiven dann wieder genug Zeit, um ihre Vorfreude auf die kommende Saison vorzutäuschen. Das passende Event dazu befindet sich ja auch schon in der Planung.

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