Outlaws Dresden

26.01.2016
Dresdner Eislöwen - ESV Kaufbeuren
3:1 (1:0,1:1,1:0)
Zuschauer: 2.068 (ca. 5 Gäste)

another fucking tuesday game

(Shadow) Eigentlich meinte es der Spielplan in diesem Jahr gut mit uns, was diese unbeliebten Dienstagsspiele betrifft. Die bisherigen Begegnungen, welche für diesen Tag angesetzt waren, fanden ja bisher in der auswärtigen Ferne statt. Da man aber am Freitagvormittag die Bombe platzen ließ, dass eine solche in unmittelbarer Nähe der Eishalle freigelegt wurde, ergab sich kurzerhand eine kleine Veränderung im theoretisch sorgfältig aufgestellten Spielplan. Aufgrund weitreichender Evakuierungsmaßnahmen und anschließender Entschärfung dieses pyrotechnischen Erzeugnisses wurde das Spiel gegen Kaufbeuren im Laufe des Tages abgesagt und auf eben diesen Dienstag verlegt. Für die schon auf dem Weg befindliche Gästemannschaft und eventuelle Auswärtsfahrer ist so etwas natürlich wenig erfreulich. Trotzdem hatten es am Dienstag doch noch drei Reiselustige in den Gästeblock von Elbflorenz geschafft. Das Gästefan/Zaunfahnen-Verhältnis kann sich mit 1:1 durchaus sehen lassen. Und auch die Mannschaft hatte die Anreise erneut auf sich genommen. An so einem Dienstag, welcher bekanntlich auf den -jedenfalls für die normal arbeitende Gesellschaft- unbeliebtesten Tag der Woche folgt, gibt es schon ein dezentes Motivationsproblem. Doch hat man in der Vergangenheit auch die Erfahrung gemacht, dass solche Spiele stimmungsmäßig gar nicht mal so schlecht waren. Trifft zum Großteil auch wieder auf diesen Dienstag zu, was uns trotzdem nicht zu besten Freunden macht, auch wenn zudem das Endergebnis stimmte.

Spielerisch hätte das erste Drittel vielleicht etwas höher als das glückliche 1:0 von Szwez, aus spitzem Winkel dem Goalie durch die Schoner, ausfallen können. Den Rest der Begegnung kann man schon als recht ausgeglichen und mit Chancen auf beiden Seiten bezeichnen. Das 2:0 fiel in Unterzahl. Ja, diesmal sogar in eigener Unterzahl! Dass man das in Dresden noch erleben darf?! Unfassbar! Filin der Torschütze zum zweiten Unterzahltor der Saison. Cullen ist dieses Kunststück wohl schon einmal gelungen, sagt die Statistik. Kaufbeuren kam im Mitteldrittel noch zum 2:1. Das 3:1 könnte man getrost zum Tor des Monats krönen. In einer amerikanischen Liga (in anderen wahrscheinlich auch) bezeichnet man dies als klassisches "coast to coast". Reed gelangt hinter dem eigenen Tor in Puckbesitz, tankt sich an der Bande bis ins gegnerische Drittel durch, zieht ab und trifft in die Maschen. Sieht man auch nicht jeden Tag..

Und dann hab ich nebenbei noch ´ne Theorie für vermeintlich schlecht pfeifende Schiris aufgestellt! Meine Dienstagsmotivation ist anscheinend doch nicht so schlecht wie ursprünglich angenommen. Ich glaube, so ein Schiedsrichter entwickelt mit zunehmendem Spielverlauf eine gewisse "Leck mich am Arsch"-Haltung gegenüber den Zuschauern. Mittlerweile befindet sich nicht mehr nur in Bremerhaven, sondern auch in sämtlichen anderen Eishallen der Republik (was auch Dresden nicht ausschließt), regelkundiges Fachpublikum auf den Rängen. Von diesen fachlich kompetenten Eishockeyexperten wird möglichst nach jedem noch so kleinen Körperkontakt gegen die eigene Mannschaft mindestens eine kleine Bankstrafe gefordert. Kommt der Hauptschiedsrichter dieser Aufforderung nicht nach, wird aus anfänglich noch leichtem Rumoren schnell ein größeres Gezeter, welches sich letztendlich in einem "Schiri, du Arschloch!" o.Ä. entlädt. Gibt es zusätzlich noch Strafen gegen die eigene Mannschaft, welche man in einem Regelbuch nicht besser hätte demonstrieren können, verstärkt es den steigenden Unmut ungemein. Auf die von mir bezogene Situation hatte man freie und klare Sicht, nur wenige Meter (je nach Standort 4-40 Meter) entfernt. Und hier kommt jetzt wieder die pfeifende Person auf dem Eis ins Spiel. Ich denke, mit jedem ungerechtfertigt geäußertem Unmut, verbal sowie in Form von Niederschlag diverser Flüssigkeiten, steigt das LMAA-Level und der Unparteiische entscheidet somit bewusst gegen die Heimmannschaft, um die Mehrzahl der anwesenden Fachkompetenzen gegen sich aufzubringen und zu provozieren. Mir erschließt sich sonst kein anderer logischer Schluss.

Nach diesem Sieg sieht es mit dem Weg Richtung Play-offs weiter gut aus und da stehen ja dann wieder die nächsten Dienstagsspiele an. Yeah!!..

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