Outlaws Dresden

15.01.2016
Dresdner Eislöwen - F.P. Bremerhaven
3:2 (0:1,1:0,1:1) n.P.
Zuschauer: 2.305 (ca. 50 Gäste)

(Shadow) Das große Spektakel ist vorüber, die grausame Realität hat einen wieder eingeholt und nun kann sich, für den Rest der Saison, endlich wieder auf die sportlichen Aspekte und richtigen Heimspiele konzentriert werden. Spiel 1 nach dem "Highlight des Jahres" fand wie gewohnt in der heimischen Eishalle statt. Im eigenen Wohnzimmer ist es halt doch am schönsten! Gewohnte Umgebung, bekannte Gesichter, keine sinnlosen Materialauflagen, endlich wieder ein bisschen mehr Platz links und rechts neben einem und nicht so eingeengt wie ein Dosenhering.
Hering, welch grandiose Überleitung zu unserem heutigen Gegner, den Fischtown Pinguins aus Bremerhaven. Die Fischköppe sind ja bekannt für ihre harte Spielweise und warum sollte sich das bei diesem Spiel auch ändern. Die erste kleine Meinungsverschiedenheit und kleinere Keilerei ließ gar nicht so lange auf sich warten. Warten mussten allerdings die paar Leute im Gästeblock auf eine kleine Gruppe Zuspätkommer, welche aber dann auch gleich richtig gut loslegten. Mit zusätzlicher Zaunfahne, zwei Schwenkern und geölten Kehlen unterstützten sie ihre Mannschaft fortan. Zeit also, auch in der Nordkurve mal aufzuwachen, welche scheinbar selbst bei einem 0:0 keinen wirklichen Bock auf Support hat. Für die 50 Leute im Gästeblock hat es dann aber irgendwie doch noch gereicht. Man könnte es ja einfach auf die weiterhin durchwachsene Spielweise der Eislöwen schieben, da auch unter dem neunen Trainer noch diese einfachen Fehler passieren, in Form von sinnlosen Pässen direkt zum Gegner und wenn möglich noch dazu im eigenen Drittel. Dafür blitzte zuletzt aber das Powerplay ein wenig auf. Die ersten drei Überzahlsituationen für die Eislöwen brachten zunächst nichts ein, stattdessen geriet man nach einem Powerplaytreffer der Gäste in Rückstand, mit dem es dann auch in die Pause ging.
Im Mitteldrittel klappte es dann endlich mit einem Überzahltor, Kruminsch mit dem Ausgleich. Kurz darauf sollte eine fünfminütige Strafe für die Nordlichter folgen. In diesem Powerplay blieben die Eislöwen eher blass und es ergaben sich nicht viele gefährliche Situationen vor dem Tor oder der starke Pinguin im Kasten fischte die guten Einschussmöglichkeiten einfach weg. Aber es fiel auch kein Tor in Unterzahl, was ja auch mal lobend erwähnt werden muss. Dies sollte sich im weiteren Spielverlauf, trotz noch einiger Strafen gegen die Gäste, auch nicht mehr ergeben.
Der Schlussabschnitt war kaum angepfiffen, da erzielten die Eislöwen erneut einen Treffer in Überzahl. Diesmal machte Kramer das Tor, welches somit auch für die Führung sorgte. In einem offensiven Drittel beider Teams konnte Bremerhaven allerdings das Spiel wieder ausgleichen. Mit einem Spielstand von 2:2 und einer Strafenstatistik von 3:11 ging es in die Verlängerung. In dieser hagelte es gleich noch weiter ein paar Strafminuten für die Statistik, nur das entscheidende Tor blieb aus.
Dann eben wieder zittern im Penaltyschießen. Die jeweils ersten Schützen beider Teams vergaben ihre Chancen, Macholda trifft im dritten Versuch, aber auch der Gegner in seinem nachfolgenden. Penalty Nr. 4 wird wieder von beiden Schützen verschossen. Nr. 5 vergeigt zunächst der Gegner, Filin trifft diesmal im nachfolgenden Schuss und macht die zwei Punkte für Dresden klar. Vielleicht entwickelt sich auch das Penaltyschießen jetzt zu einer Stärke der Eislöwen?! Wenig spektakulär, dafür aber wieder mit mehr Kampf und Siegeswillen, scheint es mit den Eislöwen aber wieder in die richtige Richtung zu gehen und mit der Stimmung hat es mit zunehmender Spieldauer sowie eigener Führung ja dann irgendwann auch noch so einigermaßen geklappt.

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