Outlaws Dresden

04.10.2015
Eispiraten Crimmitschau - Dresdner Eislöwen
2:5 (0:2,1:1,1:2) n.P.
Zuschauer: 2.952 (ca. 500 Dresdner)

Heja, Heja, langweilig!

(Szid) Das wollt' ich immer schon mal schreiben. Aber erst mal auf Anfang…
Warum ein Eishockeyspiel 14 Uhr beginnen muss? Diese Frage stellte sich schon lange vor dem Weckerklingeln. Doch als mein Wecker klingelte…sonntags…und es noch dunkel war, hätt' ich gerne einen der Verantwortlichen in die Finger bekommen. Hätte ich zu dieser Zeit von dem Ergebnis der lokalen Sendeanstalt gewusst…ach lassen wir das. Langsam erhob sich die Sonne ja zum Glück über der schönsten Stadt der Welt. Kaffee half dann, die Lebensgeister zu wecken. Bevor man gemeinsam auf den Bus warten konnte, wurde noch schnell ein E-Jugendspiel des DSC (Abt. Handball) besucht.
Als dann der Bus pünktlich kam, wurden schnell die Plätze eingenommen und es ging rasch in Richtung Westen. Im Bus herrschten Temperaturen, über die man sich im Winter sehr gefreut hätte.
Lüftung Fehlanzeige. Auch die Gardinen rochen wie die letzte Mottenkiste. Gefühlt steht der Bus kurz vor der Rente bzw. wird nur noch für den ESC gehalten. Kann weg…is keene Kunst! Eine Pause gab es auch. Da durften sich einige sportlich Aktive ausprobieren.
Irgendwann kam man dann an. Bitte pöbeln Sie! Nur in welche Richtung. Letztlich konnte noch eine Familie entdeckt werden und mehrere Finger wurden ihnen entgegengestreckt. Bravo! Heldenhaft!
Zwischendrin wurde dann gesanglich auf eine Crimmitschauer Tradition hingewiesen. Und dann endlich…echte ETC'ler…und der Mob freut sich…will raus…pöbelt…der Bus hält…raus…ab ins Gebüsch. Wer viel trinkt und so...
Ähm…ja…Stadion…also los. Unterwegs konnten fehlende Fertigkeiten bewundert werden. Also bitte weiter üben. Dann kam man an die Super-Sonder-Extra-Kasse…hm…ja…wer was anderes als ´n Stehtisch und ´ne Metallschatulle erwartet hat, wurde enttäuscht…aber hey, Crimme, wa. Und dann die Kontrolle…ähm…kann man auch sein lassen…Hauptsache ganz tief in Handtaschen gucken und sich über ´ne Power-Bank aufregen. Lächerlich!
Drinnen eröffnete sich mir der altbekannte Blick, den ich einige Jahre nicht mehr gesehen hab. Nur eins war anders…es war warm…also so richtig warm. Schrecklich. Schwitzen in Crimme? Jetzt hört's aber auf. Naja, Winter wird bestimmt bald kommen…
Letztlich füllte sich der Gästeblock. Und es wurde schön geraucht. Wie halten das manche nur in der EVA aus? Aber hey…bitte rauchen Sie!
Auf der Gegenseite gab es recht schnell die ersten Heja-Rufe…der erste Versuch hier mal mitzumischen, scheiterte gewaltig an der Mitmachquote. Das Schlimme an der ganzen Sache ist, dass sich dies im Laufe der ersten beiden Drittel nicht wirklich änderte. Und das, obwohl unsere Jungs ziemlich schnell deutlich führten und das Spielgeschehen dominierte. Leute. Es ist Derby. Wozu fahrt ihr immer wieder in das Kaff? Doch nicht wegen den schönen Bäumen, die man vom Gästeblock aus sehen kann. Mitte des zweiten Drittels hatte ich teilweise das Gefühl, alleine zu singen. Beim Rundumblick erwischte ich immer mal einige Sänger. Aber im Großen und Ganzen war es ganz schön dünne. Erst im letzten Drittel begann dann der geneigte Aufwärtsfahrer sich seiner Stimme bewusst zu werden und wir konnten GEMEINSAM eine schöne Stimmungsuntermalung zum geilen Spiel liefern. Und wenn es heißt Arme hoch…dann hoch…und nicht halbherzig auf dem Wellenbrecher abstützen. UFFTA! Gab es am Ende auch noch…war gut laut. Letztlich war es ok…aber es ist deutlich Luft nach oben. Zusammenreißen.
So…was war auf dem Eis los? Richtig schickes Eishockey. Natürlich nicht von den Pfeifen in Rot-Weiß.
Wer x-mal in einem Drittel in Überzahl spielt und daraus kein Kapital schlägt, hat es auch nicht verdient. Was die Weiß-Roten-Idioten da zusammen gespielt haben, kann man keinem antun. Die Blau-Weißen auf dem Eis schafften es immer wieder in diesen sogenannten Powerplays die Scheibe zu kontrollieren und gefährlich vor das Tor zu kommen. Hätte mir das Spiel der Eislöwen nicht so gefallen, hätte ich in einem kurzen Moment der Empathie vielleicht Mitleid haben können…zum Glück lass ich bei solchen Spielen mein Einfühlungsvermögen zu Hause. Dann gab es da Tore. Einfach schön anzusehen. Wer sie sich noch mal zu Gemüte führen will…nehmt nicht den Bericht der inkompetenten Sendeanstalt, die uns einen so frühen Start in den Tag verschafft hat. Am Ende stand ein ungefährdeter Sieg. Endlich mal keine Zitterpartie. Danke, Löwen, Danke!
Heinekurve? Ähm…ja…die gibt's noch. Zum Spielbeginn wurden einige Doppelhalter und viele Fahnen gezeigt. Einige Schwenker waren auch dabei. Viel kam bei uns dann nicht an. Gefühlt zehn Leute haben sich am durchgängigen Support beteiligt. Das war´s. Heja, Heja, langweilig. Ich find es nicht schade, dass ihr wieder verloren habt!
Nach dem Spiel wurde sich gesammelt und es ging zurück zum Bus. Dort wartete abholbereit ein einarmiger Bandit. Ab in den Bus. Kann man ja was mit anfangen…bald…oder so. Man wird sehen.
Dann ging es zurück in Richtung Dresden. Wieder konnte niemand zum Anpöbeln gefunden werden…ach doch…wieder eine Familie…vielleicht sogar dieselbe? Wir werden es nicht wissen. Ereignisarm. Kurz vor Chemnitz mussten wir dann von der Autobahn und durch eben diese verschissenen "Stadt" fahren. Klasse. Nach dem Dreckskaff nun auch noch durch die Stadt der (Un)modernen.
Gab's sonst noch was? Achja…Parkplatz verpasst. Nächsten genommen. Um 7 in Dresden angekommen. An der Bremer Straße gab es dann noch einige komische Kommentare. Musste ja so kommen. Zum Glück war man dann schnell am Ziel und kam wieder aus dem Sauna-Party-Bus raus.
Fazit: War eine ruhige, ereignisarme Kaffeefahrt. Derbysieger.

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