Outlaws Dresden

Ein Versicherungs-Cup
in Garmisch-Partenkirchen
22./23.08.2015

(Gastschreiber Lars) Zu Saisonbeginn ist ja bekanntlich die Motivationskurve am höchsten und so begaben sich zwei Mitglieder der Rohrdesigner auf den Weg ins ferne Garmisch-Partenkirchen. Am Sonnabend begann die Reise früh 06:00 Uhr und die erste Rast gab es erst bei Holledau. Wieder etwas gestärkt, nahmen wir das letzte Drittel der Anreise in Angriff. Hinter München begann das Elend: Stau, Stau, Stau und dazwischen ein paar Baustellen. Irgendwann beschlossen wir den vorgegebenen Weg über die Autobahn zu verlassen und wählten die weitere, aber reizvollere Strecke durch die Berge. Leider hatten doch noch ein paar Wochenend-Touristen die Idee. Neben dem einen oder anderen Oldtimer hatte vermutlich auch die komplette bayrische Motorrad-Szene Auslauf.

Irgendwann kam dann doch das langersehnte Ortseingangsschild "Biberwier" in Österreich, gleichzeitig auch Team-Hotel unserer Dresdner Eislöwen. Wer hier an keinen Zufall denkt, hat wohl Recht. Das Zimmer war bezogen, der erste Talk mit dem Coach Geschichte und es ging in das ca. 30 km entfernte Garmisch.
An der Halle angekommen, gab es endlich Bilder für die Groundliste in hell. Der nächste Gang war der zur Kasse, hier dann das blanke Entsetzen! Wo es in Dresden für den amtierenden tschechischen Meister Litvínov, den Rekordmeister Eisbären Berlin und das ambitionierte DEL-Team aus Wolfburg eine Tageskarte in einer modernen Arena mit unterschiedlichstem Catering- und Merchandisingangebot für 13,00 € gab, schlugen beim Kollegen Bader für eine schlechte EBEL-Truppe und zwei DEL2-Vertreter mit sage und schreibe 10,00 € pro Spiel zu Buche - wirklich sportlich! Die Karten für Spiel 1 waren gekauft und es gab Ravensburg Towerstars - HC Innsbruck mit dem Ergebnis 5:3 (1:0, 2:2, 2:1). Aus Ravensburg waren an beiden Tagen auch ordentlich Leute mit, Innsbruck durch den lokalen Heimvorteil auch vertreten. Alles in allem lief aber fast alles auf der Haupttribüne ab, der Gästeblock blieb in der Regel verwaist.

22.08.2015
SC Riessersee – Dresdner Eislöwen
3:1 (0:0,1:0,2:1)
Zuschauer: 1.050 (ca. 10 Dresdner)

Am Abend gab es dann viel blau und viel weiß auf dem Eis. Unsere Eislöwen traten wie im eigenen Turnier mit den WarmUp-Trikots an, der SC Riessersee in einem Retrodesign. Sportlich ist das Spiel rasch erzählt. Beide Teams begannen verhalten, das erste Tor dann im zweiten Spielabschnitt für die Werdenfelser. Das Schlussdrittel läutete dann Heatly mit dem 2:0 ein, ehe der neue Juwel am Eisbären-Himmel Vladislav Filin (20 Jahre) den Anschluss zum 2:1 erzielte. In der 60. Spielminute dann das folgerichtige ENG durch Richter der Hausherren. Die Partie verfolgten offiziell 1.050 Zuschauer, darunter auch zehn Zuschauer, die eindeutig den Fans der Dresdner Eislöwen zugeordnet werden konnten. Der Garmischer Block war durchaus auch gut gefüllt, mit der einen oder anderen Fahne in Aktion und auch abwechslungsreichen Gesängen. Nach dem Spiel verkrümelten wir uns noch ins Partyzelt vor der Eishalle, um den melodischen Klängen einer Cover-Band zu lauschen, die sich offensichtlich stark an den 90ern orientierte.

23.08.2015
Dresdner Eislöwen – Innsbrucker Haie
5:4 (2:1,1:0,1:3) n.P.
Zuschauer: 450 (vier Dresdner)

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel! Am Sonntag ging es nach dem ausgiebigen Frühstück mal kurz auf die Alm. Wirklich bemerkenswert, was die Ösis da leisten. Mitten in den Bergen offenes W-LAN sorgte für einen kurzweiligen Vormittag. Das Nachmittagsspiel um Platz 3 war nun langsam in Sicht und so verließen wir das Hotel und begaben uns wieder nach GAP. Angekommen noch kurz das Catering-Angebot gecheckt und zur Kenntnis genommen, dass wir uns in Dresden definitiv nicht beschweren dürfen. Vor 450 Zuschauern, darunter vier Gäste, begann der Kampf ums kleine Finale. Nach einer schnellen Führung von Lammers der Innsbrucker in der ersten Spielminute bekam unser Team das Spiel langsam in den Griff. Tore von Campbell, wieder Filin und Zauner gelang eine zwischenzeitliche 3:1-Führung. Der Vertreter der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) gab jedoch nicht auf, so dass es nach 60 gespielten Minuten 4:4 stand. Nach der torlosen Verlängerung ging es ins Penaltyschießen, wo dem letztjährigen Fanspieler Feo Boiarchinov das entscheidende Tor gelang. Somit sicherten sich die Dresdner Eislöwen gegen den Vorjahressieger Innsbruck Platz 3 und den ersten Pokal der Saison.

Die Rückreise verlief ähnlich der Hinreise und 23:50 Uhr war der Tripp zu Ende.

Drei Bilder

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