Outlaws Dresden

30.01.2015
Dresdner Eislöwen - EC Kassel Huskies
4:3 (1:1, 2:0, 1:2)
Zuschauer: 2.821 (ca. 60 Kasseler)

Besser spät als nie..

(Shadow) Was macht man, wenn sich die Gästemannschaft einmal verspätet? Abwarten und Bier trinken! Der Bus aus Kassel stand wohl irgendwo auf der Autobahn im Stau. Also Eile mit Weile und eher gemütlich die Vorbereitungen für das hoffentlich noch stattfindende Spiel getroffen. Kaum hatten wir uns in der Eishalle eingefunden, machte auch schon die Nachricht die Runde, dass der Bus aus Kassel soeben eingetroffen ist. Dem geschätzten Anpfiff um 20.45 Uhr sollte also nix mehr im Wege stehen. Allerdings hatte man gegen Ende des Warm-ups ein bisschen das Gefühl, dass die verbliebenen Gästespieler auf dem Eis noch unbedingt ein Plexiglas zerschießen wollen, anstatt das Tor zu treffen. Aber auch als das Spiel dann beginnen sollte, schien dem Kasseler Goalie die Bullyzeit wohl immer noch zu früh zu sein und hatte noch irgendwas an der Standfestigkeit des Tores zu bemängeln. Da machte sich grad jemand richtig beliebt. Erst zu spät kommen und dann auch noch rummotzen. Nachdem dieses Problem behoben wurde, konnte es endlich mit dem eigentlichen Abendprogramm losgehen.
Die von einigen Verletzungen geplagten Eislöwen hatten sich in der Woche noch mit den zwei Neuzugängen Jakub Langhammer und Rückkehrer Marius Garten verstärkt. Aus Erfurt wurde sogar Florian Lüsch wieder einmal ins Eislöwenteam beordert. Und dieser sorgte, nach dem etwas besseren Start der Gäste, für die Führung der Hausherren. Das ist doch mal ein gelungener Einstand und auch sonst bekam er mehr Eiszeit als bei seinen letzten Einsätzen für Dresden. Die Führung sollte aber nicht allzu lange andauern, denn nur kurz danach gelang den Huskies der Ausgleich. Mit der Standfestigkeit des Gehäuses von Järvinen schien es zwar weiterhin Probleme zu geben, aber wenn er für das Verschieben des Tores zwei Minuten erhält, kann uns das nur recht sein. Ins zweite Drittel starteten die Eislöwen mit einer 5:3-Überzahl. In dieser sollte zwar noch kein Tor fallen, aber als der Gegner gerade wieder zu viert auf dem Eis stand, klingelte es dann doch im Kasten der Kasseler. Petr Macholda mit einem harten Direktschuss, einige Meter vor seiner gewohnten Position der blauen Linie, unhaltbar ins Tor zum 2:1. Der Spielverlauf schwankte ständig hin und her.
Mal waren die Eislöwen gefährlich am Drücker, waren es in den nächsten Minuten die Gäste aus Kassel. In einer Druckphase der Huskies sorgte Carsten Gosdeck mit einem Schlagschuss für das 3:1.
Aber die Gäste gaben sich nicht auf und kamen zu Beginn des letzten Drittels wieder auf 3:2 heran. Die Antwort der Löwen ließ nicht lange auf sich warten. Jonas Schlenker konnte einen Fehler in der gegnerischen Verteidigung ausnutzen, sich den Puck erkämpfen und zum 4:2 in die kurze Ecke einnetzen. Der zwei Tore zählende Vorsprung sollte aber wieder nicht lange anhalten. In Überzahl gelang den Kassel Huskies der Anschluss zum 4:3. Und die machten bis zum Spielabpfiff noch mal ordentlich Dampf. Besonders gefährlich wurde es für Dresden, als Kassel den Torhüter rausnahm und den sechsten Feldspieler brachte. Die Eislöwen bekamen die Scheibe einfach nicht mehr aus dem eigenen Drittel raus, konnten sich aber doch geschickt über die Zeit retten. Drei wichtige, hart erkämpfte und dadurch verdiente Punkte mehr auf dem Play-off-Konto der Eislöwen. Die Schlussoffensive von Kassel kam, wie deren eintreffen zu Spielbeginn, viel zu spät.
Neben dem positiven Spielverlauf möchte man sich diesmal auch sehr positiv zur Stimmung äußern.
Das hat einfach nur Spaß gemacht!! Endlich hatte man mal wieder das Gefühl, dass die ganze Kurve Lust hat, die Mannschaft zu unterstützen und gerade gegen so starke Gegner wie eben Kassel kann das die Jungs auf dem Eis beflügeln. Und genau da sollten wir weitermachen, wenn es nach den vielen anstehenden Auswärtsspielen wieder zum Heimspiel gegen die falschen Löwen aus Frankfurt geht!

Ach ja, Gästefans waren auch da. Sogar recht zahlreich, mit Zaunfahnen und Trommel. Aber aufgrund des souveränen Auftritts der Heimkurve wurden die Gäste akustisch kaum bis gar nicht wahrgenommen..

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