Outlaws Dresden

18.01.2015
Dresdner Eislöwen - EVL Landshut Eishockey
5:2 (1:1, 3:1, 1:0)
Zuschauer: 3.132 (drei aktive Gäste, ca. zehn insgesamt)

Sechs-Punkte-Wochenende und Sprung auf Platz 5

(Shadow) Familientag und das ausgerechnet gegen die Lieblings-Bayern aus Landshut. Zum Schutze der anwesenden Kinder und aus Respekt vor dem Gegner durfte also nicht gepöbelt werden, sonst heißt es am Ende vielleicht noch "Ab in den stillen Stimmungsblock!". Wo genau dieser liegt, kann sich jeder selbst ausdenken, genügend Potential ist ja vorhanden. Aber genug dieser arroganten Überheblichkeiten.
Gegen Landshut läuft es in dieser Saison bisher recht gut. Die beiden Auswärtsspiele konnten schon gewonnen werden und auch diese dritte Begegnung konnten die Eislöwen siegreich beenden. Eine geschlossene Mannschaftsleistung und ein richtig starker Rückhalt in Person von Mathias Niederberger, machten diesen Sieg perfekt. Ist den Löwen der erste Treffer vielleicht noch etwas glücklich gelungen, waren die Tore zwei, drei und vier umso sehenswerter. Schöne Kombinationen vorm gegnerischen Tor, teilweise schnelles Hockey im Powerplay und technisches Geschick bei der Puckkontrolle sorgten für ein hochklassiges Spiel. Auch wenn (wie immer eigentlich) nicht alles gelang, man im letzten Drittel etwas die Oberhand verloren hatte und erst der Treffer ins leere Tor die Moral des Gegners endgültig brechen konnte.
Stimmungsmäßig hätte aus der Kurve deutlich mehr kommen können. Die eigenen Reihen etwas gelichtet, hatten sich doch reichliche Gelegenheiten geboten, dass auch andere Leute mal was anstimmen können. Diese wurden allerdings nur selten genutzt und man verließ sich anscheinend lieber auf seinen verstummten Nebenmann. Immer wieder das alte leidige Thema halt, aber wer nichts macht, kann ja auch nichts falsch machen. Wenigstens schien der Landshuter Trommler seinen Spaß zu haben und in den letzten paar Spielminuten wurde es auch im Stimmungsblock dann doch noch etwas lauter.
Dass ein Landshuter Spieler in Dresden eine Ehrenrunde drehen darf und dafür auch noch Applaus bekommt, hätte bis zu diesem Tag wohl auch niemand für möglich gehalten. Aber bei Patrick Jarrett kann man da gern mal eine Ausnahme machen..

Und obwohl wir es uns ganz fest vorgenommen hatten, lief das Spiel nicht gänzlich ohne Pöbeleien ab. Es ist halt immer noch Landshut..

PS: Grüße und Gratulation übrigens nach Kaufbeuren, wo der Bürgerentscheid positiv für den ESVK ausfiel und damit dem neuen Stadion am traditionsreichen Standort nichts mehr im Wege steht!

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