Outlaws Dresden

28.11.2014
Eispiraten Crimmitschau - Dresdner Eislöwen
5:2 (0:2, 3:0, 2:0)
Zuschauer: 2.780 (ca. 400 Dresdner)


Ein Tag zum "Vergessen"

(Gastschreiber Bart) Bereits zum zweiten Mal ging es für uns nach Westsachsen. Leider lernen die Leute weiterhin nicht, sich rechtzeitig für die Busse anzumelden und so konnte man am Ende nur mit einem Bus plus Transporter die Reise antreten.
Auch die Patenschule aus Cossebaude hatte wieder einen Bus für die Schüler und Freunde organisiert.
Als aller erstes durfte man einen neuen Ordnungsdienst begrüßen, zumindest konnte man die "russische Mafia" nirgendswo unter den Leuten am Einlass ausmachen. Nachdem auch endlich das Batterieproblem geklärt werden konnte, ging es ab in den Block, der wie immer in den letzten Jahren sehr leer war.
Aber auch auf der Heimseite sah es nicht wirklich besser aus. Überall Platz in den Kurven und viel ändern sollte sich bis zum Bully nicht. Knapp 2800 Zuschauer wollten das Spiel der sächsischen Kontrahenten sehen. Knapp 400 davon konnten im Gästeblock begrüßt werden.
Schon hier könne ich mich mal wieder über die Einstellung der Szene auslassen. Es muss und sollte doch theoretisch und auch praktisch möglich sein, dass sich mal wieder mehr als 600 Dresdner im Sahnpark einfinden?! Der Weg ist kurz, die Eintrittspreise ok und Stress gab es bis jetzt eher selten - Bis jetzt!

Noch bescheidener sieht es natürlich auf Seiten der Piraten aus. Das Schiff seit Jahren in Seenot, schafften es gerade mal 2400 Fans und Sympathisanten, ihre Mannschaft zu unterstützen - peinlich, schlecht, unzureichend - sucht euch was aus!
Das Spiel begann ganz gut für uns. Crimme am Anfang noch das ein oder andere Mal vorm Tor, aber insgesamt waren wir besser - zumindest auf dem Eis. Was das Thema Motivation der Leute im blauweißen Block anging, schien diese bereits in Dresden vergessen worden zu sein. Genauso wie eine funktionierende Trommel. Aber warum nur eine frage ich mich? Man beachte, eine Trommel - es gab Zeiten, da brachte jeder vierte Kunde seine Trommel mit in die Halle und heute verließ sich wieder jeder auf die kleine aktive Szene. Zum Glück hatten wir nicht schon mal so ein Problem - "ohne Trommel in Crimme" das Geschrei war damals groß, gelernt haben aber die wenigsten daraus. So animierte man die Leute, doch bitte ihre Hände zum Klatschen zu benutzen - naja, die ersten drei Reihen gaben ihr Bestes!
Zurück aufs Eis: Die Eislöwen wurden im ersten Drittel immer besser und gingen auch verdient in Führung - zwei schöne Tore und die Heimkurve war bedient, während man den Torhüter der Gastgeber für seine "tolle" Leistung dankte.
Ab dem zweiten Drittel stellten die Eislöwen das Eishockeyspielen teilweise ein und ließen den Rot-Weißen zu viel Platz. Selbst nach dem Ausgleich keine Besserung im Spiel - Höhepunkt war ein 5:3-Überzahlspiel - das Ende ist bekannt. Spieler kommt von der Strafbank - Pass - Tor - Rückstand - Sinnlos!
Im Gästeblock ging nicht mehr viel - das Mega streikte auch und auch so waren die meistens mit Glühwein trinken und Eishockey schauen beschäftigt. Die Heinekurve natürlich kurz am Limit für die Zuschauerzahl, umgehauen hat es mich aber jetzt nicht.
Letztes Drittel - kurz vor Schluss, das Spiel wird durch das 4:2 für die Randsachsen eigentlich entschieden. Bis dahin war der Support bei uns fast vollständig zum Erliegen gekommen. Nur ein kleiner Haufen versuchte weiter alles.
Ein Kunde mit Ordnerweste läuft am Block vorbei - macht provozierende Gesten in Richtung Gästeblock - erste Worte gegen diese Personen kommen - man lässt ihn aber von allen Seiten gewähren. Kunde macht weiter - gewunken hat er, wird er später zu Protokoll geben - Bierbecher fliegt - "Ordner-Opa" geht petzen. Unser Ordnungsdienst hin zum Werfer - Meinungsaustausch - Meinungsaustausch wird im Block weitergeführt - es kommt zu Handgreiflichkeiten zwischen 3-4 Leuten. Bis hier hin ist eigentlich alles gut. Zumindest nichts, was man nicht auch im Nachhinein hätte klären können. Was danach passiert, ist das aller letzte und stellt die "Grünen" mal wieder in ein "gutes Licht". Da braucht sich auch keiner wundern, warum diese Herren so verhasst sind. Wir können uns alle Sicherheitskonferenzen sparen, wenn solche Bullen am Ende im Stadion stehen und auf Kinder losgehen und sich am Ende noch danach erfreuen, wenn ihnen die Meinung gesagt wird.
Nein, da will der Kunde gleich nochmal rein in den Block und der Rest der Bande schweigt oder nimmt den Herren auch noch in Schutz - "Alle Crimmitschauer Am Bierstand" . Als man dann endlich Ruhe reingebracht hatte, ging es auf dem Eis nochmal richtig zur Sache - leider für viele uninteressant, da man sich um die verletzten Fans (darunter auch viele Schüler der Partnerschule Cossebaude) kümmern musste.
Am Ende stand es wohl 5:2 und neben einem schlechten Spiel und einem der schlechtesten Auftritte der Fanszene im Sahnpark, bleiben viele Fragen, die es im Nachgang gilt aufzuarbeiten und zu klären. Ein "wir tauschen die Westen aus" wird da nicht reichen!

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