Outlaws Dresden

24.10.14
EVL Landshut Eishockey - Dresdner Eislöwen
5:6 (1:1,2:3,2:1) n.P.
Zuschauer: 2.935 (ca. 50 Dresdner)

(Gastschreiber Flocke) So, da werde ich als gewünschter Gastschreiber mal meine paar Zeilen verfassen.
Meine widerliche Wenigkeit hatte ja vor Jahren nur Derbys auf dem Schirm, nun haben aber meine in den letzten Jahren entstandene Reiselustigkeit und die trotzdem noch tiefe Zuneigung zum Dresdner Eissportclub zur Folge, dass ich mir als selbsternannter Mischbrot-Dorfpöbel ein bis zweimal im Jahr die Ehre gebe, den Quotenclown auf ´ner Löwenfahrt zu geben.
Wow, langes Intro, ich hätte nie gedacht, dass ich fähig bin, so viele Worte auf einem Haufen zu schreiben...

Kommen wir zum Wesentlichen:
Den mit "Glanzvolles Elbflorenz" verzierten Schal geschnappt und gegen halb zwei am Stadionkeller eingetrudelt, durfte ich feststellen, dass ICH erster war… wie im Liebesleben.
Keine Zehn Minuten rumgesessen, kam Erna mit Anhang um die Ecke und nochmals zehn Minuten verstrichen, gesellten sich BDH und mir bis dato unbekannter Pumuckl dazu. Erna ließ die Herren der Schöpfung unter sich, schnell paar Fähnchen eingepackt und ab ins Reisemobil.
Dann schloss sich eine weniger angenehme Fahrt an, denn mit einer Stadtrundfahrt in "Der Stadt der Moderne" zu Beginn verzögerte sich das Vorankommen und man war irgendwie nicht in der Lage, so schnell den Weg Richtung Süden zu finden.
Im weiteren Verlauf der Fahrt schlossen sich ein tolles Dinner vorm Kamin im Restaurant Schlammpumpe an und das ein oder andere Bier wurde mehr oder weniger genossen, denn Clausthaler Alkoholfrei ist leider sehr weit unten in der Nahrungskette hiesiger Alkoholkonsumenten.
Über eine beschauliche Dorfstraße quer durch Westtschechien stolperte man in Richtung Eishockeystadt Landshut, man erwartete hinter jeder Kurve einen Übergang auf Feldwege, die wohnen da tatsächlich ganz schön am Arsch.

An der Eishalle angekommen und über die Elbe/Moldau/Amazonas (weiß der Abwasserfuchs..) flutschte man an Heimfans und solchen, die es mal werden wollen, vorbei und mit einer kurzen bejaenden Antwort auf die Frage des Bayrischen Schnittlauchkomitees, ob denn im Fahnenpaket etwas anderes wäre außer Fahnen, verschaffte man sich rasch Zugang zur Eishalle und folglich Gästeblock.
Dort angekommen zwei Zaunsfähnchen aufgehängt und das riiiiesige Fahnenpaket ausgepackt, schon im Gästeblock verweilende Exiler und anders Angereiste begrüßt und mit einer Stadionwurst und einem Bierchen gemütlich gemacht.
Den eigenen Support konnte man sich erstmal schenken, da Landshut doch recht netten Rabatz machte und bis auf ein paar in Ruhephasen aufkommende Kurzgesänge blieb das dann auch den Abend über so.
Ich bin mir sicher, dass jeder hier Lesende ausreichend über Spielverlauf und Ergebnis informiert ist, weshalb ich da nicht weiter groß drauf eingehen muss, denk ich mal.
Unterhaltsam, schöne Spielzüge, kurze Boxeinlage und leider eine blöde Powerplaysituation, in der man die 4:1-Führung nicht ausreichend verteidigen konnte. Passiert. Auswärts zwei Punkte geholt, was will man mehr. Schönes Spiel und danke an die Mannschaft.

Die Rückfahrt, beginnend an einer von Dresdnern eingenommenen Tankstelle, über eine Vollbremsung für einen neuen Tischtennisground im Alpenvorland, weiter über kurze Ackerausflüge und am Auto hängengebliebene grüne Fahnen und weitere Rückfahrtsbiere und anfangs genanntem alkfreien Zeug, gestaltete sich ereignisreich und nach ein paar kleinen Schäferstündchen auf der Rückbank der Leon-Löwenautos erreichte man gegen 2:30 Uhr die schönste Stadt der Welt.
Das hat gefetzt, immer gerne wieder! Dankeschön!

Meine Wenigkeit kochte sich ´nen Kaffee und wartete gespannt auf Abfahrt gen Duisburg, denn auswärts fahren ist schön, zweimal hintereinander fahren aber noch viel besser.
So denn, liebe Grüße von der Rückfahrt des Punktgewinns im Ruhrpott.

Mischbrot for love!

Bilder

Sidelink_2
Fotos
Sidelink_5
Auswärtsfahrten
Sidelink_3
Gesangbuch (6. Auflage)
Sidelink_4
Kurvenflyer "Schulldchnsä!"
Sidelink_6
Infos für Gästefans