Outlaws Dresden

10.10.14
Lausitzer Füchse - Dresdner Eislöwen
2:4 (1:2, 0:1, 1:1)
2.997 Zuschauer (ca. 300 Dresdner)


(Gastschreiber Bart) Schon an diesem Punkt müssten alle Alarmglocken beim geneigten Leser klingeln. Nein, nicht wegen des Ergebnisses, denn dass man in der Wüste gewinnt, ist nichts Neues mehr für den Fan aus der Landeshauptstadt. Die Zuschauerzahl, die Anzahl der Gästefans, sind eigentlich ein Armutszeugnis für beide Fanszenen.
Aber von vorn. Das erste Spiel in der neuen Saison bei DENEN stand auf dem Programm und so wurden voller Tatendrang zwei Busse festgemacht und die Tickets über die BG gesichert, schließlich gab es bei den letzten Spielen mehr Anfragen nach Karten, als uns zustanden und so machte man sich eigentlich wenig Gedanken darüber, dass die Busse nicht voll werden würden. Aber falsch gedacht. Ein zäher Kampf um die Auslastung der Busse begann. Bescheidener Spielplan, kaum Zuschauer in der Halle und eine schleppende Bereitschaft zum "auswärts fahren" sorgten dafür, dass am Ende acht Plätze frei blieben. Ein weiterer Grund waren die Eintrittspreise für dieses Spiel. Eine Frechheit, was da mal wieder von DENEN verlangt wurde, die eh schon nicht wenig Geld für diesen Sport investieren. Man wollte in Dresden stolze 15 Euro für die Karte. So sollte der geneigte Fan neben den 2 Euro Top-Zuschlag -wenn Dresden kommt verständlich- einen weiteren Euro an den Fanshop zahlen, da dieser die Tickets verkaufte. Klasse, ging es ja die letzten Jahre nicht ohne Zuschlag und zum Glück genießen die Herren dort hinten in der Ecke auch ein gutes Ansehen in der Fanszene. Für die Busfahrer galt dieser Zuschlag (diesmal) noch nicht und ab ging es Richtung Fuchsbau.

In der Halle angekommen bot sich ein ungewohntes Bild. Bis auf die Heimkurve war noch viel Platz im kleinen Rund. Erst kurz vor Spielbeginn waren die Sitzplätze dann größtenteils belegt, während im Gästeblock und im Nachbarblock noch reichlich Platz war und man so ungewohnt viel Luft zum Atmen hatte. Zum Einlauf konnten ein paar DH und Fahnen in der Heimkurve beobachtet werden.
Zum Spiel gibt es eigentlich nicht viel zu schreiben.
1. Gewonnen -aber wie bereits oben geschrieben- nichts Neues mehr dort!
2. Ein Gruß an den Kameramann und seinen Assistenten vorm Gästeblock. Erst einen auf dicken Max machen und sich dann wundern, wenn es mal eine Ansage gibt. Aber zum Glück konnte der "Papa" gerufen werden und die Kamera durfte dann auf die andere Seite der Halle.
3. Legendär das 1:0 und 2:0 für die Guten. Zweimal schön am Springen und zweimal klingelte es im Tor vor unserem Block. Schon alleine dafür hat sich die Reise gelohnt.
4. Die Heimkurve mit einem guten Auftritt -vor allem im letzten Drittel- und mit der Hoffnung zum Ausgleich war es ordentlich laut in der Halle. Negativ muss natürlich hinzugefügt werden, dass es schön ist, dass "alle" Dynamo lieben. Ich habe aber trotzdem noch ein wenig Hoffnung, dass wenigstens noch ein paar schlaue Menschen dort leben und die es auch schaffen, mehr eigene Lieder zu singen und nicht den K-Block aus Dresden 1:1 nachzueifern.
5. Der Auftritt im Gästeblock war ok, für die Anzahl an Supportwilligen, die da waren. Das soll keinesfalls positiv wirken. Bei 300 Leuten im Gästeblock läuft bei uns einfach einiges falsch.
6. Ein "besonderer Gruß" zum Abschluss noch an unser Gegenüber im Füchseblock: 50 Minuten das Maul nicht aufbekommen, wenn es darum geht, die eigene Mannschaft zu unterstützen, aber wenn es darum geht, den Gegner als Schwule zu bezeichnen, lebt mit einem Mal der ganze Block - Respekt und Glückwunsch dazu! Euch braucht jede Szene! Zum Glück gibt es auch da noch ein paar Schlaue bei euch, die das Ganze richtig einordnen können und die auch da mal eine Ansage machen.

Die Mannschaft wurde noch ordentlich gefeiert, bevor es dann wieder relativ zügig in die Stadt mit der hohen Lebensqualität ging - nach Dresden.

Bilder

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