Outlaws Dresden

28.09.14
EC Kassel Huskies - Dresdner Eislöwen
4:3 (1:1,0:1,2:1) n.V.
Zuschauer: 2.625 (ca. 40 Dresdner)

(Gastschreiber Bademeister) Bei herrlichem Spätsommerwetter machten sich neun reiselustige Aktivisten aus allen Truppenteilen der aktiven Fanszene per Transporter auf den Weg nach Kassel. Der Weg dorthin führt über die A38, vorbei am Belantis und dem gigantischen Industriekomplex Leuna, welcher besonders nachts sehr beeindruckend wirkt.
War schön, mal 'ne andere Strecke und andere Parkplätze kennenzulernen, als immer wieder MC Doof in Zwickau oder Rasthof Plötzetal.
In Kassel angekommen machte man sich relativ planlos auf die Suche nach Ticketschalter und Eingang. Acht Leute waren noch nie in Kassel und der neunte war immer besoffen … ;)
Nach geraumer Zeit fand man sich dann am richtigen Checkpoint ein, wo drei Ordner streng und gründlich, aber trotzdem in ordentlichem Ton, die Einlassformalitäten klärten und das Material prüften. Korrekte Security also, einzig der Fanschal bei einer Ordnerin ist als absolut inakzeptabel zu werten. Bis auf 2-3 kleine Nervereien wegen des Schwenkers gab es auch nachher im Block keine Probleme.
Die Halle füllte sich bis zum Bully mit 2625 Zuschauern. Für eine ordentliche Kulisse war also insgesamt gesorgt, jedoch ist der Anteil von gerade mal 40 Dresdnern schlicht und ergreifend peinlich! Der Feind aus Fernost war am ersten Spieltag mit 200 Leuten dort und das ist auch das, was man angesichts der Rahmenbedingungen (neuer Gegner, relativ kurze Anfahrt, Sieg am Freitag…) erwarten kann und muss. Aber die Dresdner Fanszene schafft es in Punkto Auswärtsfahrten leider nicht, den Negativtrend der letzten Jahre zu stoppen. Über die Ursachen hierfür soll jedoch an anderer Stelle diskutiert werden. Fakt ist, dass diejenigen, die da waren, einen ordentlichen Auftritt absolviert haben und so die zahlenmäßige Schwäche etwas kaschieren konnten.
Spielerisch scheint sich das Team langsam zu stabilisieren, wenngleich das Niveau noch keineswegs zufriedenstellend ist. Aber wenigstens haben die oft gepriesenen "Grundtugenden" gestimmt und auch Herr Nastiuk zeigte sich mal wieder in Topform und entschärfte auch mal ein paar Unhaltbare. Das Spiel war insgesamt ausgeglichen, die besseren und meisten Chancen hatte jedoch Kassel, weshalb die zwischenzeitliche 1:3-Führung recht glücklich war. Als fünf Minuten vor Schluss der Anschlusstreffer fiel, erhob sich die Halle und sorgte für eine beeindruckende Stimmung, wie ich sie lange nicht mehr beim Eishockey erlebt habe. Bis zur dritten Minute der Verlängerung musste unser Support eingestellt werden, da man teilweise sein eigenes Wort nicht mehr verstand. Es kam auf jeden Fall wie es kommen musste: ´Ne halbe Minute vor Schluss drücken sie die Scheibe ins Tor - es folgt ein Jubelorkan - und irgendwie war uns allen klar, dass das Ding durch ist. Und so war es dann auch: Kein Aufbäumen mehr, kein Kampf mehr… So, als ob sie froh sind, zumindest noch den einen Punkt gerettet zu haben. Die Penaltys wurden dann fast schon ängstlich ge- bzw. verschossen! Fazit: Von wirklich bissigen Löwen ist noch nichts zu sehen, aber wenigstens sind die ersten Punkte auf dem Konto.
Mit der Stimmung können, denke ich, beide Lager ganz zufrieden sein. Kassel sehr oldschool, mit vielen "Normalos", die mitmachen. Am Anfang laut, zweites Drittel ruhiger, am Ende wie geschrieben bombastisch. Wir nonstop am Supporten, kreativ und durchgängig, jedoch aufgrund fehlender Masse nur selten richtig laut. Die Rückfahrt verlief ereignislos. In unmittelbarer Nähe zum Rastplatz "Fuchsaue" (kein Witz!) kreuzte noch ein lebensmüdes Tier, welches namensgebend für jenen Parkplatz ist, unseren Weg, wurde jedoch leider knapp verfehlt! Gegen 1:00 Uhr erreichten wir unsere Heimat.

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