Outlaws Dresden

17.08.14
Dresdner Eislöwen - Eisbären Berlin
0:4 (0:0,0:2,0:2)
Zuschauer: 2.976 (ca. 500 Gäste)


Sommer vorbei, Eishockey frei!

(Shadow) Wettertechnisch gab es schon sehr viel bessere Sommer in Dresden zu erleben, aber dafür hielt sich diesmal wenigstens das große Sommertheater um die Dresdner Eislöwen in Grenzen. Als Auftaktgegner empfing man, wie schon im vergangenen Jahr, die Eisbären Berlin. Des einen Freud ist des anderen Leid… Die 3000er Marke, was die Zuschauerzahl betrifft, wurde jedenfalls nicht geknackt, wenn auch nur knapp. Allerdings waren diesmal viel mehr Anhänger der Berliner zu sehen. Wie viele der ca. 500 Gäste jetzt aus der "Icke-Jejend" anreisten, ist schwer zu sagen, aber der Gästeblock war ganz gut gefüllt.
Ohne Vorgeplänkel ging es direkt los mit den Mannschaftsaufstellungen. Aber immer diese neuen Spieler im Team, da war es manchmal noch ganz schön ruhig in der Halle. Diesmal half keine Anzeigetafel, von der man eben ablesen konnte. Da hilft nur üben, ist ja auch noch ein bisschen Zeit bis zum scharfen Saisonstart.
Die Eisbären, diesmal anders als im letzten Jahr, liefen mit ihrem Top-Aufgebot an Spielern auf. Lediglich auf der Torhüterposition gab man der Nummer 2 die Möglichkeit sich zu beweisen.

Das erste Drittel verlief zwar torlos, dennoch ergaben sich auf beiden Seiten gute Torchancen, die besseren hatten wohl auch die Berliner. Die größeren Angriffszonen fallen auch gleich positiv auf. Gerade im Powerplay wussten die Eisbären den Mehrraum zu nutzen und konnten sich sehr lange im Eislöwendrittel den Puck zuspielen. Insgesamt hatte ich den Eindruck, als würde das Spiel dadurch viel flüssiger und durch weniger Unterbrechungen unnötig gebremst. Auch die Eislöwen kamen mit dem erhöhten Platzangebot schon gut zurecht und hielten gut dagegen. Nur die verkleinerte neutrale Zone lag ihnen anscheinend noch nicht so recht, da in dieser öfter mal der Puck verloren und der eine oder andere Fehlpass gespielt wurde.
Im Mittelabschnitt drehten die Eisbären dann richtig auf und gingen schnell mit 2:0 in Führung. Talbot in der 24. und Braun mit dem zweiten Tor nur eine Minute später.
Mitte des 2. Drittels kam Holmgren für Nastiuk ins Tor und hielt trotz weiterer guter Einschussmöglichkeiten der Berliner den Kasten sauber.
Zu Beginn des letzten Drittels schlug der Puck dann aber doch hinter Holmgren ein, Torschütze Baxmann. Berlin danach aber nicht mehr so drückend überlegen und es kamen auch die Eislöwen wieder zu guten Chancen. Arturs Kruminsch hatte gute Gelegenheiten für den Anschlusstreffer. Sehenswerte Kombinationen endeten teilweise in einem zu unpräzisen letzten Pass und blinde Pässe in den Torraum erreichten noch keinen Abnehmer mit dem richtigen Torinstinkt. Trotzdem machte die Mannschaft beim ersten Spiel schon einen guten Eindruck. Der Spielwitz ist da, muss nur noch erfolgreich umgesetzt werden.
Die Eisbären waren diesmal halt einfach eine Nummer zu groß. Den Endstand markierte dann Bell in der 57. Minute. In den letzten fünf Minuten des Spiels gab es sogar noch ein bisschen muntere Stimmung in der Nordkurve, nein, sogar in der gesamten Eishalle. Hat etwas gedauert, bis alle endlich mal ausgeschlafen hatten. Bis sich auch die eigenen Stimmbänder wieder auf Eishockey eingestellt haben, wird es wohl auch wieder ein bisschen dauern, bis dahin klingt man am Tag danach halt noch etwas schief.

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