Outlaws Dresden

22.02.2013
Dresdner Eislöwen - Schwenninger Wild Wings

Zuschauer: 1.768 (7 Gästefans)

(shadow)
Wir war'n immer im Tee an der Piesch'ner Allee...

So schallte es beim vergangen Freitagsspiel gegen Schwenningen schon vor Spielbeginn durch die Eishalle, als ein kurzer Trailer über die Videoleinwände flimmerte. Denn es war Pieschener Allee-Tag und zu diesem Anlass wurde der alten Eishalle, an der unter anderem die Geschichte der Dresdner Eislöwen begann, mit vielen Aktionen gewürdigt. Die Mischung, für einen Tag mal wieder alte Gepflogenheiten aufleben zu lassen und dem historischen Gedenken an vergangene Tage, ist doch recht gut gelungen. Beginnend beim separatem Jahreskarteneingang, Eislöwenstempel nach Betreten der Halle, Deckenlegen usw. bis hin zu einer speziellen Neuauflage des Löwenechos, Pieschener Allee-Fanartikeln, Leon, dem alten Maskottchen, und vielen alten Fotos im Rundlauf machen diesen Abend nicht so schnell vergessen.

Viel Arbeit und Zeit wurde von einigen Fans in diesen Tag investiert und allen sei an dieser Stelle recht herzlich gedankt!!

Etwas ganz besonderes waren die drei Banner, welche in der ersten Drittelpause unter das Hallendach gezogen wurden und dort auch bis Saisonende hängen bleiben dürfen. Da dies erst relativ kurzfristig bestätigt wurde, hatte man jetzt genau drei Tage Zeit, diese Banner zu malen. Das ist mal ´ne Mammutaufgabe! So traf man also schon nach dem Dienstagsspiel gegen Rosenheim diverse Vorbereitungen und am Mittwoch ging's los mit Malen und Nähen. Jede freie Minute wurde genutzt, um nicht das eigene Wohl in den Vordergrund zu stellen und einen eventuell stressigen Arbeitstag gemütlich ausklingen zu lassen, sondern dieses Projekt zu verwirklichen.
Auch drei Stunden vor Spielbeginn war der letzte Banner noch lange nicht fertig und so wurden alle verfügbaren Arbeitskräfte mit Pinsel und Farbe ausgerüstet, um das Ding fertigzustellen. Zehn Minuten vor Spielbeginn konnte man dann endlich auch die Eishalle betreten, aber da Gerüchten zufolge ein Schwenninger Spieler eine Scheibe zerschossen hatte, verzögerte sich der Anpfiff etwas und es konnte doch noch etwas entspannt werden, bevor es losging. Als die Banner in der Drittelpause hochgezogen wurden, war die Farbe des Kraske-Banners zwar noch nicht getrocknet, aber dafür hat es jetzt unter der Hallendecke genug Zeit. Wenn zwischendurch auch ein paar Leute der Verzweiflung nahe waren, muss man doch sagen, es hat sich gelohnt.
Auch hier sollte noch einmal ein großes Dankeschön an alle Beteiligten ausgesprochen werden!!

Nun aber zum Spiel. Wie schon kurz erwähnt, begann dieses mit etwas Verspätung, aber das sollte nicht die einzige Verzögerung bleiben. Nachdem also das Pieschener Allee-Video schon für gute Stimmung gesorgt hat, wurden die Namen der Spieler aufgerufen. Großer Applaus ließ der Name unserer Nummer 19, Patrick Jarrett, folgen, der nach seiner Verletzungspause endlich wieder mitspielte.
Dann ging es los, der Anpfiff und ganz in Pieschener Allee-Manier ließ man ordentlich Konfetti und Papierschnipsel in die Luft fliegen. Versehentlich gelang auch einiges dieser Schnipsel auf's Eis, was den nächsten Pfiff zur Folge hatte. Das Spiel wurde unterbrochen, um das Eis von diesem Unrat zu säubern. Irgendwann ging es dann auch wieder weiter und man staunte nicht schlecht über unsere Löwen, welche die Schwäne doch gut im Griff hatten und sich gute Torchancen erspielen konnten. Das war nach den letzten, teilweise nicht sehr ansehnlichen Spielen nicht unbedingt zu erwarten. Zwar wurden im ersten Drittel die Chancen nicht genutzt und es ging mit einem 0:0 in die Pause, aber das waren endlich wieder die bissigen Löwen auf dem Eis, die man doch sehen möchte.

Im zweiten Drittel wurde erneut das Abfeuern von Konfettishootern und Werfen von Papierschnipseln geprobt. Und wieder musste das Spiel kurz darauf unterbrochen werden, um das Eis zu säubern. Als es weiter ging, ließen sich die Löwen dann auch nicht lange bitten und erzielten das verdiente 1:0, Torschütze Veit Holzmann. Sein erstes Tor im Dress der Eislöwen. Glückwunsch! Allerdings konnte Schwenningen kurze Zeit später durch einen kuriosen Treffer ausgleichen. Nachdem der Puck scheinbar an die Latte gehämmert wurde und wieder den Weg ins Dresdner Verteidigungsdrittel fand, ließ der HSR erst weiterspielen, aber der Linesman will den Puck im Tor gesehen haben, obwohl der jetzt nicht gerade im optimalen Sichtbereich gestanden hatte. Nach Diskussionen mit Spielern und Linienschiedsrichter gab der HSR schließlich das Tor und fiel beim Dresdner Publikum gleich mal in Ungnade.
Leider folgte dem unverdienten Ausgleich beim nächsten Schwenninger Angriff deren Führung zum 2:1. Die Schiedsrichter an diesem Tag wieder mit einigen verwirrten Aktionen an der Pfeife, sollten damit auch bei ihrer nächsten Entscheidung Schmähgesänge aus der Kurve nach sich ziehen. Bei einem Laufduell erwischte Ziolkowski den Schwenninger Spieler Hacker, welcher ihm hinterher hetzte, unglücklich und eigentlich völlig unbeabsichtigt im Gesicht, worauf er wohl zwei seiner Beißerchen einbüßte. Der sterbende Schwan fiel kurz auf's Eis, stand auf, watschelte zum Schiri und konnte seinen Schnabel nicht halten, worauf der Schiri dann eine 5+Spieldauer gegen den Dresdner Spieler gab. Strafe auf Zuruf quasi.
In dieser fünfminütigen Überzahl konnte Schwenningen kurz vor Ende des Mittelabschnitts noch auf 3:1 erhöhen.

Das letzte Drittel startete dann ohne Unterbrechung, da jetzt beim Schnipselwerfen wohl die richtige Peilung gefunden wurde. Die Eislöwen überstanden die restliche Unterzahl unbeschadet und drängten auf den Anschlusstreffer. Dieser gelang allerdings erst kurz vor Schluss, als zugunsten des sechsten Feldspielers der Goalie Louis-Vincent Albrecht, welcher an diesem Tage wieder sehr gut gehalten hatte, aus dem Tor genommen wurde. Gyori als Torschütze und noch knapp 1:30 zu spielen. 3:2, vielleicht geht da noch was. Bei der nächsten Herausnahme des Torhüters waren es dann doch nochmal die Schwenninger, die das leere Tor und zum 4:2 Endstand trafen.

Trotz Niederlage gab es aufgrund der gezeigten Leistung ein "Halleluja" für's Team. Im Allgemeinen war die Stimmung an diesem Tag wieder ganz gut. Aus der Nordwestkurve wurden viele alte Gesänge aus Pieschener Allee-Zeiten angestimmt. Nur die Nordostkurve schwächelt derzeit extrem. Beim Wechselgesang aus dieser Richtung war kaum was zu hören. Da meine Person diesmal recht mittig hinterm Tor stand, konnte ich mir aussuchen, für welche Seite ich singen möchte. Damit aus dem Nordost-Bereich überhaupt was kommt, hab ich entgegen der sonstigen Gewohnheit mal für diese Seite mitgesungen.
Die Idee, mal alle Trommeln in der Mitte der Kurve zu vereinen, hat leider auch nicht so richtig geklappt. Warum auch immer, Platz und Trommeln waren genügend vorhanden. Auch ist die Zuschauerzahl für diesen Tag sehr enttäuschend, welche vielleicht auch etwas mit den weniger guten letzten Spielen zu tun hat.

Die, die da waren, haben es ganz bestimmt nicht bereut und dieser Tag sollte auf jeden Fall in der nächsten Saison wiederholt werden. Dann vielleicht auch nicht unbedingt gegen einen so hoch favorisierten Gegner wie Schwenningen.

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