Outlaws Dresden

30.11.2012
Dresdner Eislöwen - Eispiraten Crimmitschau 4:5 (1:2, 2:2, 1:1)
4412 Zuschauer (ca. 450 Gäste)

FSK 12 - Version: "Lieber ein Verlierer sein, als ein dummes Crimme-S...!"
[Anm. d. Red.: Ein bekannter Gesang sogenannter Fans]

(shadow)
Endlich stand das erste Derby vor heimischer Kulisse an und man fieberte einem spannenden Spiel in ausverkaufter Halle und hoffentlich toller Derbystimmung entgegen. Der gemeine Crimmitschauer Dorfpöbel war auch zahlreich angereist und besudelte mit seiner Anwesenheit das wunderschöne Antlitz der sächsischen Landeshauptstadt.
Für eventuelle verbale Entgleisungen in diesem Spielbericht möchte ich mich im Voraus schon mal entschuldigen, aber der Spielverlauf gibt mir jeglichen Grund dazu.

Mit Betreten der Eishalle machte man sich in beiden Fanlagern gleich an die Arbeit und begann mit dem Aufhängen der Zaunfahnen. Auf Dresdner Seite stellt dies ja kein Problem dar. Allerdings ist man sich im Gästeblock anscheinend nicht im Klaren darüber gewesen, dass jede Art von Werbung sichtbar bleiben muss, was man mal eben ignorierte. Ist ja auch erst mal nix Schlimmes, war ja auch ein großes Banner. Dies bemerkte auch ein Mitarbeiter der Marketingabteilung und machte besagte banneraufhängenden Personen darauf aufmerksam. Diese wollten es aber wohl nicht einsehen oder sprechen in ihrem verschissenen Nest ein anderes sächsisch und wurden nach einer anfänglichen Rudelbildung dann handgreiflich. Nachdem dann ein paar Ordner dazu stießen und sich die Lage wieder beruhigt hatte, wurde der Banner um einen Meter versetzt und alles passte. War doch gar nicht so schwer! Natürlich war auch das Sonderzug-Spruchband nicht nur einfach überhangen, sondern richtig schön provokant zerstört worden, wofür sich die Jungs auch ordentlich haben feiern lassen. Aber egal, unser Sonderzug rollt! So etwas bekommt man ja bei der Eventgemeinde aus dem goldenen Westsachsen seit Jahren nicht mehr auf die Beine gestellt.
Im Gesamtbild sahen die Banner im Ober- und Unterrang und der voll besetzte Gästeblock nicht schlecht aus. Auch vom Support her war man auf Crimmitschauer Seite diesmal gut aufgelegt und konnte sich des Öfteren Gehör verschaffen.

Kommen wir nun also zum Spiel, dass schnell auf den Kopf gestellt war, da die Gäste innerhalb von sechs Minuten schon mit 2:0 führten, indem sie ihre ersten Chancen konsequent nutzen. Die Löwen kamen aber zunehmend besser ins Spiel und konnten vor der ersten Pause noch zum 2:1 verkürzen.
Ein kleines Kuriosum war die 2 min Strafe gegen Bruce Becker wegen "Verstoß beim Anspiel". Kommt nicht oft vor und es kam der Gedanke auf, der Schiri hätte sich das grad mal so ausgedacht, aber diese Strafe gibt es wirklich:

Regel NR: 554g/b (neu):
Betritt ein nicht am Anspiel beteiligter Spieler den Anspielkreis, bevor der Puck eingeworfen wurde, wird der Spieler seines Teams der das Anspiel auszuführen beabsichtigt, vom Anspiel weggeschickt. Für einen weiteren Verstoß beim gleichen Anspiel erhält sein Team eine > KLEINE BANKSTRAFE

Im zweiten Drittel konnte man diesen Rückstand in Überzahl relativ fix wieder ausgleichen, um nach drei gespielten Minuten, erneut in Überzahl, endlich mit 3:2 in Führung zu gehen.
Allerdings gab es in diesem Drittel recht viele und teilweise komische Strafen auf beiden Seiten. Spätestens seit der 5-Minuten-Strafe mit anschließendem Spielverweis gegen Max Prommersberger war der Schiri ein beliebtes Opfer und Ziel eines jeden Bierbecherwerferassassinen. Auch wenn beim Gegenspieler etwas Blut geflossen sein soll, vielleicht hat er sich nur ein Pickel am Schläger aufgekratzt, sind 5 Minuten und Spielverweis zu viel. Aber es kommt ja noch besser, was die "Unparteiischen" angeht.
Diese fünf Minuten kamen einem vor wie eine Ewigkeit. Obwohl man erst doch gut gegenhalten konnte, kassierte man dann doch ein Tor. Wieder standen die Schiris im Mittelpunkt, da beim bzw. vor dem Treffer das Tor verschoben wurde.
Um mal kurz etwas vom Thema abzuschweifen, solche Sachen wie z.B. Übertorkamera in der 2. Liga, sollten ursprünglich am Donnerstag bei einer Gesellschafterversammlung in Dresden besprochen werden. Aber da die Herrschaften der DEB nicht gern auswärts fahren, kam dieses Treffen nicht zustande. Wie wichtig aber eine Torkamera ist, um auch mal die Schiris etwas zu entlasten, zeigt diese Szene.
Wie dem auch sei, nach einer etwas längeren Diskussion der Schiris und den beteiligten Spielern entschied man trotzdem auf Tor. Frech auch, wie einer der Linienrichter das Tor direkt nach der Reklamation erst mal wieder in die Verankerung schiebt.
Weiter geht's, immer noch in Unterzahl, da bei 5 Minuten-Strafen die Zeit komplett abgesessen werden muss. Und eben genau nach Ablauf dieser fünf Minuten kassierte man das nächste Gegentor. 4:3 für die Gäste und ich brauch jetzt wohl nicht erwähnen gegen wen sich das Heimpublikum Luft machte.
Aber wie viel gequirlte Scheiße sich in den Köpfen einiger Crimmitschauer Spieler befindet, zeigt uns zu Beginn die #9, Aaron Lee. Dieser ist der Meinung, auf den am Boden liegenden Gosdeck mehrfach auf den Hinterkopf einschlagen zu müssen. Schade, dass sich so richtig kein Eislöwenspieler gefunden hatte, der ihm mal seine Falten aus der Visage massiert und ihm die Kauleisten aus der Fresse schlägt. Für diese grobe Unsportlichkeit, eigentlich schon Tätlichkeit, gibt es dann nur 5 Minuten und ne poplige Spieldauer, wo er wahrscheinlich nicht mal mit einem Nachspiel für seine Aktion rechnen muss. Aber die nächste Begegnung steht ja irgendwann wieder an und dann heißt es "Alle auf die 9!!".
Gosdeck jedenfalls blieb eine ganze Weile regungslos liegen, konnte dann das Eis auf eigenen Beinen verlassen und im letzten Drittel sogar wieder mitspielen. An Schauspielerei seinerseits glaub ich nach dieser Aktion trotzdem nicht.
Die Emotionen in der Halle kochten jetzt natürlich über und so fand die eine oder andere Flugkurve diverser Bierbecher ihren Landeplatz auf der Gästebank bzw. direkt an deren Besetzer. Der feine Herr Dahlem bekam wohl ein paar Spritzerchen Bier auf seinen Ausgehzwirn und legte sich mit den Zuschauern in U12 an. Dann mischte sich auch noch der Spieler mit der #16 ein, Clarke MacArthur. Schau an, einer von diesen sogenannten NHL-Helden! Von einem Spieler aus der besten Eishockeyliga der Welt erwartet man ja eigentlich technisch anspruchsvolles Eishockey. Aber wenn man zu oft mit den Raufbolden von Torontos vierter Reihe abhängt, klinkt irgendwann mal das Hirn aus, was ihn dazu bewegte die Fans hinter sich anzugreifen. Auch stocherte mindestens ein weiterer Spieler mit seinem Schläger in Richtung Zuschauer. Unglaublich, das geht einfach nicht und müsste eigentlich ein Nachspiel haben, diese Personen können froh sein, dass sie vom aufgebrachten Heimpublikum nicht verkloppt worden sind. Hier regiert der ESC! Mit Robert Hoffmann befand sich zudem ein ehemaliger Dresdner Spieler im Tumultbereich, der drauf und dran war, dem Spinner den Scheitel grade zu ziehen. Ach und noch was, erst kürzlich erschien auf der Eispiraten Homepage ein Bericht darüber, wie MacArthur das erste Mal seine kleine Tochter mit aufs Eis genommen hat und dass davon viele schöne Bilder gemacht wurden, die er seiner Tochter in ein paar Jahren zeigen möchte. Herzzerreißend! Zum Dahinschmelzen, dieser Bericht!! Jetzt kommen noch ein paar Bilder dazu, wie du Fans angreifst. Kannst du deiner Tochter auch zeigen, damit sie sieht, was du für ein feiger Versager bist.
Letztendlich verzog sich Dahlem, das A... [Anm. d. Red.: Ein bekanntes Schimpfwort sogenannter Fans], mit seinem weinerlichen Gefolge in die Kabinen, obwohl noch knapp 1:20 zu spielen war.
Traurig auch, dass mit solch einem Team eine Kooperation mit dem Nachwuchs eingegangen werden soll, nur um vielleicht irgendwann mal in der DNL zu spielen. Solche Spieler und Trainer versauen uns bloß den eigenen Nachwuchs.
Naja, jetzt wurde jedenfalls die Drittelpause erst mal vorgezogen und man konnte die Zeit nutzen, um sich z.B. für den Bus der Cattivos nach Garmisch, beim Chef persönlich, anzumelden.

Nachdem man sich etwas abgekühlt hat, wurden nach der Pause die ausstehenden 1:20 nachgespielt. Man wunderte sich aber mal wieder über eine Strafe, die auf der Anzeigetafel zu vernehmen war. 2 min für die 97, wegen "Halten des Stocks". Vielleicht wollte er sich einfach nur schützen?!
Torlos beendete man diese restliche Nachspielzeit und nach dem Seitenwechsel ging es ohne Verzug mit dem letzten Drittel weiter.
Nun noch 30 Sekunden bei gleicher Spieleranzahl auf dem Eis und dann 3 Minuten Powerplay für den Ausgleich. Dachte man sich, aber es kam wieder ganz anders. Die Gäste gingen in Unterzahl mit 5:3 in Führung. In diesem Überzahlspiel lief es nicht mehr so gut bei unseren Löwen und so konnte man auch keinen Profit mehr draus ziehen. Irgendwie legte sich das auch, auf die bis dahin eigentlich ganz gute Stimmung in der Nordkurve nieder, gab es jetzt doch einige länger andauernde Supportpausen. Aber ebenfalls nach einem Unterzahltreffer durch Gosdeck, keimte wieder Hoffnung auf und auch mit der Stimmung in der Kurve ging es wieder aufwärts.
Leider fand kein Schuss mehr den Weg ins Tor und Crimme war auch wieder einmal mehr zu blöd das leere Tor zu treffen.

Nach dem Abpfiff musste auch Albrecht noch mehrmals unter Beweis stellen, wie selten dämlich man in seinem Dorf doch ist und provozierte die Nordkurve mit seinen grobmotorischen Gesten. In seinem Alter sollte man von Respekt und sportlicher Fairness eigentlich schon mal etwas gehört haben. Aber beim Bauernvolk dauert der geistige Reifeprozess wohl einige Jahre länger, als wir es in unserem normalen Umfeld gewohnt sind.
Verärgert über den Spielverlauf und weil man sich die Gästefeierei ersparen wollte, packte man schnell alles zusammen und zog sich geschlossen zurück. Vor dem Keller wartete man dann noch auf ein paar Nachzügler und vertrieb sich die Zeit, indem man noch etwas über den abreisenden Pöbel schmunzelte. Schade, dass man vorweg keine Jury benannt und Punktetafeln vorbereitet hatte, um den versuchten Salto rückwärts eines Eispiraten zu benoten. Ja, Eis auf der Treppe kann glatt sein!! Auch der Kniehosenträger sollte an dieser Stelle erwähnt werden, da auch er zu unserer Belustigung beitrug. Ich hoffe du hast die Hose bis zum Parkplatz nicht verloren.

Letztendlich sollte man den Sieg von Crimmitschau nicht zu hoch bewerten, es ist ja bekannt, was die ohne NHL'er und einem normalen Spielverlauf reißen.

P.S.: Die Anzeigetafel arbeitet wieder fehlerfrei.

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