Outlaws Dresden

04.11.2012
Dresdner Eislöwen - Fischtown Pinguins 4:3 (2:1,2:0,0:2)

Zuschauer: 2.509 (ca. 30 Simpsons-Fans)

(shadow & Marko)

In einem durchschnittlich gut besuchten zweiten Heimspiel konnten die Dresdner Eislöwen wieder drei Punkte einfahren und die Siegesserie der Fischköppe aus Bremerhaven stoppen. Bei den Gästen reiste wohl der ortsansässige Simpsons-Fanclub an, welcher allerdings bei der Zitatrecherche zu den auf den Doppelhaltern dargestellten Charakteren eine grauenhafte Arbeit ablieferte. Mit fast 30 Leuten anwesend, entgegen den Doppelhaltern mit guter Zaunbeflaggung. Ab und zu kamen ein paar Schlachtrufe und auch beim Bäcker waren sie öfter zum Brot holen. Einige kleine Fahnen dazu und noch zwei, wie bereits erwähnt, hässliche Simpsons-Doppelhalter, wobei die Hinterteile der jeweiligen abgebildeten Personen im Vordergrund standen. Fertig war ein akzeptabler Auftritt.

Ins Spiel kam Bremerhaven aber erstmal besser als die Dresdner und gingen schon in der 4. Minute in Führung. Dies war dann aber wohl sowas wie ein Weckruf an die Löwen und so konnte man in der 10. Minute den Ausgleich und nach 18 Minuten die Führung der Eislöwen bejubeln. Die Dresdner klar spielbestimmend mit schönen Kombinationen, Bremerhaven nur noch vereinzelt mit Aktionen zum Tor.

Das zweite Drittel begann wie das erste endete. Dresden mit viel Druck und Zug auf's gegnerische Tor, Bremerhaven dafür eher mit Kontern brandgefährlich. Diese aber konnte ein glänzend aufgelegter Kellen Briggs mit einigen Glanzparaden zunichtemachen. Nach weiteren zwei Toren der Eislöwen beendete man das Drittel mit einem Vorsprung von drei Toren mit 4:1.

Im letzen Drittel begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe und es ergaben sich auf beiden Seiten hochkarätige Torchancen. Nachdem der 4:2 Anschlusstreffer kassiert wurde, bauten die Eislöwen zwar wieder etwas mehr Druck auf, aber es haperte im Abschluss. Ein wunderschönes Kombinationsspiel mit abschließendem Doppelpass konnte nicht genutzt werden. Tja, blöd wenn man die Konzentration nach einem toll gespieltem Pass nicht richtig aufrecht halten kann und man somit nicht auf den schnellen Rückpass des Teamkollegen gefasst ist. Hätte ein schönes Tor werden können, aber mit fortschreitender Saison klappen auch solche Tore mal wieder. Und wie es halt so ist, mit dem Auslassen solcher Chancen baut man den Gegner auf und kassiert das 4:3. Bremerhaven in den letzten Minuten sehr druckvoll im Dresdner Drittel und gefährlich vorm Tor, aber etwas Zählbares sprang dann nicht mehr heraus. So gewann man das Spiel verdient und eigentlich viel zu niedrig mit 4:3.
Während sich die Spieler der Gastmannschaft als schlechte Verlierer erwiesen und direkt nach dem Handshake das Eis verließen und die Auszeichnung ihres besten Spielers verschmähten, durfte auf Dresdner Seite Jari Pietsch, der Schütze des zwischenzeitlichen 2:1, noch eine Ehrenrunde vor der Nordkurve drehen. Da wächst wohl ein neuer Publikumsliebling heran!

Abseits des Spielgeschehens auf dem Eis gab es auch einige Kuriositäten daneben zu erleben. Beginnend beim schon aus dem ersten Heimspiel bekannten und eher peinlichen "Gebt mir ein E...., gebt mir ein I....", mein persönliches Highlight "Gebt mir ein Ö....". Wenn schon Lautsprecherfan, wie wäre es dann mal mit einem simplen E-S-C?!
Nächste Kuriosität: die Anzeigetafel bzw. der Bediener derjenigen welchen. So sollte das zweite Drittel anfangs nur 8 Minuten andauern und ein Bremerhavener Spieler bekam gleich mal die wahrscheinlich längste Strafzeit der Eishockeygeschichte aufgebrummt. Diese sollte nämlich gleich mal 60 Minuten betragen.
Absolut kurios: Zum Thema HJG habe ich mich bis jetzt eigentlich immer zurückgehalten, aber gestern war das doch erneut sehr peinlich. Seine Aussagen hörten sich zum Teil doch stark nach Sinnesvernebelung an, durch was auch immer. Ist schon schwer einen Zwischenstand anzusagen und Carsten G. ist auch nicht unser Kapitän, um mal zwei Beispiele von gestern Abend herauszugreifen.
Und zu guter Letzt unsere Nordkurve: Stimmungsmäßig ging heute allerdings nicht sehr viel, gerade im Gegensatz zum ersten Spiel war das heute alles doch sehr lethargisch. Im Bereich des Stimmungskernes wurde eigentlich fast immer was gesungen, aber der Rest der Kurve und der Halle stimmte nur sehr selten mit ein. Ob es nur daran lag, dass niemand mit dem Megafon den Einheizer machte, sei dahingestellt. Sollte doch auch so jeder tolle Fan zum Zwecke des Supports der eigenen Mannschaft in die Eishalle kommen und gerade insbesondere im Stehplatzbereich sein Bestes geben. Auch in den nächsten Spielen wird es keinen Vorsänger aus der Gruppe OD05 geben. Jeder sollte sich an die eigene Nase fassen und dann wird man sehen, ob man das Stimmungmachen auch ohne Vorgabe eines Einzelnen hinbekommt.

Abschließend noch ein Gruß an den angereisten Gästeblock mit einem Zitat von Homer J. Simpson: "Macht's gut ihr Trottel!"

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