Outlaws Dresden

02.10.2012
Icefighters Leipzig – Dresdner Eislöwen 3:4 (2:1,0:1,1:2)

Zuschauer: 1.100 (ca. 100 Dresdner)

Testspiel in Taucha

(Marko)
Am Dienstag ging es mit dem Fanbus zum Testspiel nach Taucha, wo die Leipziger nun für mindestens zwei Jahre ihre Heimspiele austragen werden. Teerdecke, stabiles Zelt, Eisfläche, Stahlrohrtribünen, einige Container und ein paar Schilder, fertig ist die Eishalle für 1.900 Zuschauer. Nicht schlecht.

Die Fahrt verlief entspannt und zügig. Kurz nach der Abfahrt Leipzig-Nordost konnte man schon die Zelthalle in schönstem Blau-Weiß erspähen. Draußen ein paar feine Cateringstände und eines der bevorzugten Biere gab es auch, die Preise in Ordnung. Allerdings war der Eintrittspreis wie auch schon in Chemnitz, eine Frechheit für ein Test-/Freundschaftsspiel bei einem Oberligisten: 10,- Euro Stehplatz. Drinnen dann alles irgendwie spartanisch, aber durchaus mit einem gewissen Charme und ich fühlte mich öfter an Schönheide erinnert. Jede Menge Utensilien hatte man in der legendären Messehalle 6 aus- und hier wieder auf- bzw. eingebaut, wobei der Ausbau noch nicht ganz fertig war und wohl noch einiges geplant ist. Wenn es hier erst mal richtig kalt ist, kommt sicher wunderbares Eishockeyfeeling auf.

Das Leipziger Publikum war an diesem Tag stimmungsmäßig durchaus recht gut aufgelegt und es wurde hin und wieder laut. Im Gästeblock fanden sich rund hundert Dresdner ein und erlebten ein Spiel, bei dem Leipzig im ersten Drittel enormen Druck nach vorn machte und unsere Eislöwen nur das Nötigste taten. Das erste Tor schoss nach zwei Minuten natürlich Jiri Mikesz, das Arschloch, diesen netten Beinamen hat er damals beim Sachsenliga-Playoff-Finale bekommen und er weiß das zu schätzen, bin ich mir sicher. Der gute alte Jedrzej Kasperczyk (44!) ist nun auch in Leipzig aktiv und machte durchaus einen soliden Eindruck.

Im Gästeblock wurde ab und zu ein Liedchen und auch mal ein Schlachtruf zum Besten gegeben, die meisten waren sichtlich zufrieden mit dem kleinen Ausflug. Die Mannschaft tat sich weiterhin recht schwer und das weiche und sehr wässrige Eis sowie der kaum pfeifende Herr in Schwarz und Weiß halfen da auch nicht viel weiter. Zwei Minuten vor Ende gelang dann aber der Siegtreffer für die Eislöwen und bald darauf war das Spiel aus. Das Heimteam wurde nach der eigenen guten Leistung von den tausend Leipzigern entsprechend gefeiert und auch auf Dresdner Seite wurde dem Team freudig applaudiert. Das UFFTA fand ich persönlich dann einfach nur peinlich. Nun ja. Ab nach Hause und ab Mitternacht konnte die Deutsche Wiedervereinigung gefeiert werden.

Bis bald!

PS: Leipzig hat eine neue Blockfahne.

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