Outlaws Dresden

21.07.-01.08.2012
Mania... äh Mahnwache

(Pippilotta)

Tag 0, Samstag 21.07.12

15 Uhr findet ein Krisentreffen statt. 15 Leute entscheiden, dass am nächsten Tag eine Mahnwache vor der Eishalle beginnen soll. Die Information wird schnell innerhalb der Fanszene verbreitet.

Tag 1, Sonntag 22.07.12

16 Uhr beginnt der Aufbau der Zelte auf der Wiese vor der Energieverbund Arena zur Magdeburger Straße hin. Innerhalb kürzester Zeit stehen ein großes 8x4m Zelt und drei weitere kleine Zelte. Tische und Bänke werden bereitgestellt, Campingstühle und Sessel dienen als Sitzgelegenheiten und die Baustellenwand wird mit einem Spruchband „Liebe Stadt Dresden: Lösungen müssen her, Entscheidungen getroffen werden! Jetzt!“ und Zaunfahnen verschönert. Das Festzelt wird mit einem Spruchband „Mahnwache zur Rettung der Eislöwen“ dekoriert und an den Fahnenmasten wird „Alle gemeinsam für den Standort!“ angebracht.
Ein Segeltuch wird gespannt und eine Hängematte darf natürlich auch nicht fehlen. Man macht es sich gemütlich, diskutiert und wartet gespannt auf irgendeine Reaktion. Doch außer der Presse und aller fünf Minuten vorbeifahrender Polizeiautos geschieht nichts. „Bis Mittwoch ausharren“ lautet das Ziel, da uns dann die ESBG die Lizenz entziehen könnte und eine Entscheidung der Stadt notwendig ist.
Bis zu 80 Leute finden sich am ersten Abend ein und nach einer Großlieferung von 22 Pizzen (Danke an FreddyFresh, Radeberg) und einer Gitarrenstunde legen sich die ersten sechs Übernachter zur Ruhe.

Tag 2, Montag 23.07.12

Zwischen 7 und 8 Uhr gibt es das erste Frühstück an der Eishalle. Kaffee wird gestellt und mitgebrachte Brötchen verspeist, während die Spieler sich langsam zum Training einfinden. Die Zeitungsartikel werden ausgewertet und Spekulationen angestellt, wann denn nun das Ordnungsamt endlich auftaucht, als die Polizei uns plötzlich einen Besuch abstattet. Aber nein, es gibt keinen Ärger, nur Pfannkuchen zum Durchhalten. Später wird noch eine große Kiste mit Brötchen gesponsert von einem Fan.
Die Fluktuation ist groß. Während die einen nach dem Frühstück arbeiten gehen, kommen die anderen von der Nachtschicht zur Mahnwache. Auch die Mittagspause dient dazu, um schnell bei der Mahnwache vorbeizusehen. Über Facebook verbreitet sich die Nachricht fix und man bekommt Zuspruch aus ganz Eishockeydeutschland und allen Fans, die nicht an der Mahnwache teilnehmen können.
In den Mittagsstunden ist die Presse zu Gast. Interviews werden geführt, alles fotografiert und gefilmt. Die Krönung liefert uns Herr Mania, der sich auf dem Gelände einfindet, um sich den Fragen der Reporter zu stellen. Anstatt sich ernsthaft mit der Thematik auseinanderzusetzen, fallen Sätze wie „Warum haben die Eislöwen noch keine Dauerkarten verkauft?“. Der gemeine Fan muss sich schon ganz schön zusammenreißen, um nicht ausfällig zu werden. Hier geht es um unsere Existenz und die Stadt hat keine größeren Probleme, als uns vorzuwerfen, dass wir unter diesen Umständen keine Dauerkarten verkaufen? Wir sind fassungslos über so viel Dreistigkeit, die uns von den Politikern entgegenschlägt. Als Reaktion wird das Spruchband „Wer hat hier den Dachschaden?!“ angefertigt und an in Boden gehämmerte Holzstangen angebracht.
Wir richten uns immer mehr ein. Ein Kühlschrank steht uns zur Verfügung, ein kleines Planschbecken wird besorgt und zwei weitere Zelte aufgebaut.
Bis zu 100 Leute finden sich abends beim Grillen (welches netterweise gesponsert wurde) an der Eishalle ein, darunter auch vier Spieler teilweise mit ihrer Familie und Unterstützer von anderen Dresdner Sportvereinen. Die Ereignisse des Tages werden ausgewertet, es wird Volleyball gespielt und ein Grill wird kurzfristig zur Lagerfeuerstätte umfunktioniert.

Tag 3, Dienstag 24.07.12

Nach einer extrem kurzen, kalten Nacht wärmen sich die Frühaufsteher um 5 Uhr morgens an dem Lagerfeuergrill, der die ganze Nacht abwechselnd umsorgt wurde. Die Magdeburger Straße ist viel befahren und morgens schon sehr laut. Man gewöhnt sich in den kommenden Tagen an den Lärm, genauso wie an die solidarischen Hupkonzerte, bei denen man bald reflexartig zurückgrüßt. Ein Eislöwenfan fährt auf den Weg zur Arbeit an uns vorbei, sieht uns bibbernd und organisiert kurzerhand Kaffee vom Bäcker und eine Zeitung mit großem Artikel über die Mahnwache. Wir freuen uns sehr über diese Erstversorgung.
Um 8 Uhr folgt dann ein großes Frühstücksbuffet über 2 Tische. Wir können uns echt nicht beklagen. Auch Matthias hat die Nacht auf dem „Zeltplatz“ gut überstanden und so gut wie lange nicht mehr geschlafen. Um 11 Uhr ist der Termin zur Übergabe des offenen Briefes im Kulturrathaus Neustadt. 30 Fans finden sich ein, um mit dem stellvertretenden Bürgermeister Herr Hilbert und dem Sportbürgermeister Herr Lehmann zu reden. Bei der Rückkehr sind die Fans frustriert, denn offensichtlich hat die Politik immer noch nicht den Ernst der Lage erkannt.
Im Laufe des Tages reagieren die SPD und die Linke. Eine Sondersitzung des Sportausschusses wird gefordert. Ungünstig nur, wenn alle gerade im Urlaub sind. Die Stadt wünscht eine Aufschiebung der Frist bei der ESBG. Dann bleiben wir eben noch länger hier.
In den Mittagsstunden werden uns Pizzen von Jens Joseph gesponsert sowie verschiedene Milch- und Kaffeegetränke und natürlich Bier.
Die Sächsische Zeitung stattet uns einen Besuch ab, um zu sehen, wie wir hier so leben und um die Meinung und Ansichten der Fans zu dokumentieren. Am nächsten Tag wird sich Lutz über seinen zukünftigen Schwiegersohn in der Zeitung freuen.
Nachmittags füllt sich das Mahnwachengelände und es wird kurz Westham United einen Besuch beim Training im Ostragehege abgestattet. Auf das Interviewangebot mit dem Westham United TV verzichten wir jedoch dankbar. Danilo Klee wird das erste Mal gesichtet und stellt sich kurz den Fans vor.
Ab diesem Abend haben wir Gesellschaft von Radio DD 63, welches sich bis zum Ende der Mahnwache um unsere abendliche Musikgestaltung kümmern wird. Nach einem ausgelassenen Abend ziehen sich sechs Übernachter in ihre Zelte zurück.

Tag 4, Mittwoch 25.07.12

Die kurze, warme Nacht hat früh ein Ende. Pünktlich um 7 Uhr finden sich Bauarbeiter an der Eishalle ein. Nachdem man ihnen kurz bestätigt, dass sie hier richtig sind, legt die Dachdeckerfirma Dittrich schon mit der Arbeit los. Ja, tatsächlich, endlich Baubeginn am Eishallendach.
Am Frühstückstisch, oder eher Buffet, wird das Horoskop von Matthias ausgewertet, schließlich sollten nicht nur die Zahlen für das nachmittägliche Treffen mit der Stadt vorbereitet sein. Seine direkte Art ist heute mit Vorsicht zu genießen, sonst könnte sich das Umfeld angegriffen fühlen.
Der Tag ist wieder extrem heiß. Schnell wird der Pool mit frischem, kalten Wasser befüllt. André Mücke bringt uns Pfannkuchen vorbei.
Das Dachschadenspruchband hat an den Holzstangen nicht gehalten, weshalb der Spruch nochmals auf Stoff gemalt und zwischen zwei Bäumen angeschnürt wird. So war man wenigstens eine Weile beschäftigt in der heißen Mittagssonne.
Das asiatische Mittagessen wird uns von der Geschäftsführung gesponsert und nachmittags erhalten wir jede Menge Kuchen und sogar Eis. So lässt es sich leben!
Erst am Montag soll eine Entscheidung über finanzielle Hilfen seitens der Stadt fallen und bis dahin bleiben wir hier.
Natürlich muss hier noch der MoF, der tags zuvor zum ersten Mal in Erscheinung getreten ist, erwähnt werden. Leider hat er seinen Antrag bei Matthias nicht pünktlich zum Frühstück eingereicht und musste kurz vor 1 Uhr den Platz verlassen. Der MoF wird uns noch viele Tage begleiten, aber Details sparen wir uns an dieser Stelle. Der Abend endete mit fürchterlich schmerzhaften Lachkrämpfen und wird uns wohl noch lange in Erinnerung bleiben. Sechs Personen, die das 14-seitige Formular ordnungsgemäß ausgefüllt und abgegeben haben, durften noch auf dem Zeltplatz nächtigen.

Tag 5, Donnerstag 26.07.2012

Es ist Donnerstag und wir sind immer noch da. Heute fällt die Entscheidung, ob das Dach schnell genug repariert werden kann. Am morgendlichen Frühstückstisch stimmt man sich mit Brötchen von Christian auf einen neuen, heißen Tag ein. Herr Lehmann und Herr Mania wollen heute mit den Fans sprechen. Nach dem allmorgendlichen Aufräumen, Rätsel lösen, Lesen und Gesprächen erhält man Nudeln und Pizzen gesponsert von Vapiano.
Gegen 14 Uhr trifft dann die Presse ein. Herr Lehmann ist zur Dachbesichtigung geladen. Herr Mania trotz Ankündigung nicht da, gut so, ist er doch nicht sonderlich beliebt. Nach der Besichtigung will er sich ganz offen den Fans stellen. Naja, sich an einen Tisch zu setzen, vor sich hinzumurmeln, so dass die Fans, welche von Kameramännern, Journalisten und Fotografen verdrängt werden, akustisch nichts verstehen können, hat nicht mehr viel damit, sich den Fragen und Sorgen der Fans zu stellen, zu tun. Aber ohne Pressetermin trauen sich die Politiker anscheinend nicht auf den Platz. Nachdem Herr Lehmann uns endlich mal wieder auf die Problematik mit dem Dauerkartenverkauf aufmerksam gemacht hat, uns erklärt, dass man durchrostete Schrauben mit einem Akkuschrauber nicht rausbekommt und seine Fernsehinterviews hinter sich gebracht hat, verschwindet er schnellen Schrittes. Wenn es nicht alles so traurig wäre, könnte man sich über diese Gespräche, lächerlichen Vorwürfe und Ausreden ewig amüsieren.
Immerhin hat Herr Lehmann heute verkündet, dass die Stadt helfen wird und dass das Dach bis Ende Oktober repariert werden kann. Wir sind gespannt.
Da wir noch ein paar Tage hier bleiben werden, vergrößern wir uns und richten uns immer mehr ein. Am Ende des Tages stehen acht Zelte, ein Festzelt und zwei Pavillons auf dem Platz und sogar ein Getränkekühlschrank kommt noch hinzu.
Nachts wird unsere Eishalle noch vor jugendlichen Rotzern beschützt, bevor sich 14 Fans zur Ruhe legen.

Tag 6, Freitag, 27.07.12

Endlich mal wieder ein heißer, drückender Tag zur Abwechslung. Nachdem Frühstück geht es wie jeden Tag schnell für eine Stunde nach Hause duschen, Briefkasten leeren, frische Sachen einpacken und Haustiere versorgen. Manch einer duscht auch gleich in der Eishalle.
Zum Mittagessen bekommen wir massenweise Quarkbällchen geschenkt. Mehr braucht es auch nicht. Durch die Hitze vergeht einem der Hunger.
Abends wird groß gegrillt, wie immer. In dem zweiten, neu aufgestellten Festzelt wird das Dynamospiel live übertragen. Auch die Fans von Dynamo Dresden stehen hinter uns, schließlich sind wir doch alle mit den Problemen in der Sportstadt Dresden konfrontiert. Es wird das Spruchband „Sport ist Kultur – Solidarität mit den Eislöwen!“ beim Spiel gegen Westham United präsentiert.
Der Abend klingt ruhig aus und es werden 17 Personen hier nächtigen.

Tag 7, Samstag 28.07.12

Am frühen Morgen muss der Nachtarbeiter erstmal alle Sachen unterstellen, während alle schlafen, da ein kleiner Regenschauer überraschend vorüberzieht. Im Laufe des Tages wird es immer wieder tröpfeln, was jedoch wenig Auswirkung auf die Hitze hat. Nicht nur die Hitze plagt uns, sondern auch die zahlreichen entzündeten Mückenstiche, aber davon lassen wir uns nicht abhalten.
Für einen Samstag, an dem viele Leute Zeit haben sollten, ist wenig los auf der Mahnwache. Schade, wo doch die Eishalle, wenn auch nur kurz, einen so schönen Anblick bietet.
Wenn man Spruchbänder an ein Festzelt klebt und tagelang brütender Hitze aussetzt, wird das Zelt Schaden von dem Klebstoff tragen. Deswegen wird das Spruchband entfernt und direkt „Mahnwache“ draufgesprüht. Die Künstler freuen sich über die Beschäftigung und der Besitzer auch, hat er doch nun eine einmalige Erinnerung an diese Zeit.
Mittlerweile wird schon darüber diskutiert, jedes Jahr eine Campingwoche als Gedenken an diese Zeit einzuführen. Diese Zeit schweißt die Fanszene zusammen, die Solidarität ist unglaublich groß und alle ziehen an einem Strang. Eine Zeit, an die man sich gerne auch in Zukunft erinnern will.
Genauso werden wir uns an die Verlobung erinnern, welche an selbigen Abend stattgefunden hat und bekannt gegeben wurde. Viel Glück für die Zukunft! Nach dem Anstoßen und Beglückwünschen ging es für ca. 10 Leute in ihre Zelte.

Tag 8, Sonntag 29.07.12

An diesem Morgen gab es ein schönes Kuchenfrühstück mit viel Kaffee. Regen, Sturm und Gewitter kündigten sich an. Zwei kleine, nicht befestigte Zelte musste man im Festzelt unterbringen, während der Bierkasten, welcher am Segeltuch befestigt war, erstmal fliegen lernte. Ganz schön windig.
Wenn man nicht zu Hause ist und kein internetfähiges Handy hat, erfährt man eben auch als Dauercamper nur durch Zufall, dass am Abend eine große Party geplant ist. Komische Sache, also schnell zur Tanke, eigenes Bier gekauft, im eigenen Zelt untergebracht, welches mit den anderen Zelten abgesperrt wurde, einen Plastikbecher organisiert, denn mit eigener Flasche rumlaufen, wurde nicht gern gesehen. HJG und Engel B versuchten die Massen zu unterhalten. Plötzlich war der Platz voll mit vielen Fans, die man die ganzen letzten Tage nicht gesehen hatte und die pünktlich mit Ende der Musik auch wieder verschwunden waren. Fans aus Hannover und Chemnitz waren angereist, um uns zu unterstützen, Spruchbänder wurden von ihnen aufgehängt. Dennoch als in allem ein sehr seltsamer Abend. Ist das der Sinn des Ganzen?
Ungefähr acht Leute bleiben über Nacht.

Tag 9, Montag 30.07.12

Endlich Montag, der Tag an dem die Stadt ein Angebot machen wird und vielleicht der Tag der endgültigen Entscheidung.
Es gibt einen Pressetermin der Stadt auf der Wiese vor der Eishalle. Obwohl die Eislöwen Bedenkzeit und rechtliche Prüfung für das Angebot brauchen, will die Stadt sich mit einem vorschnellen Pressetermin als großzügiger Retter darstellen. In einer Sitzrunde und mit vielen Fotografen, Journalisten und natürlich dem Fernsehen und Radio, wird das tolle Angebot von 150000 Euro sofort Schadensersatzhilfe von Herrn Hilbert, Herrn Lehmann und ihrem Pressesprecher verkündet. Weitere eventuelle Hilfe kann erst im Herbst beschlossen werden. Die Stadt lässt sich mit dem Angebot einige Hintertürchen offen und die Wahrscheinlichkeit, dass die Eislöwen sich neu verschulden werden, ist relativ hoch. Man ist wütend über die Ausreden der Stadt, die gerne von den Eislöwen verlangt, dass sie keine Schulden machen, aber selber alles dafür tut, um uns in diese Enge zu treiben. 300000 Euro fehlen insgesamt. Ein paar Dauerkartenverkäufe werden die große Lücke nicht schließen können und ohne Heimspiele gibt es keine Einnahmen.
Plötzlich beginnt mitten in der „Pressekonferenz“ ein Regen- und Hagelschauer. Man flüchtet sich in die Festzelte, der ganze Platz steht unter Wasser, zwei Zelte halten dem Schauer nicht stand. Dann folgt der nächste Skandal. In Gesprächen mit den Dachdeckern erfährt man, dass diese das offene Dach mit einer Plane vor solchem Wetter schützen wollten, aber aus Kostengründen und weil alles wasserdicht sei, verzichtet die Stadt darauf. Ein Fotograf schafft es in die Halle und wie hoch das Wasser darin steht, kann man am nächsten Tag in der DNN sehen und lesen. Was soll man dazu noch sagen?
Abwarten und Mezzo Mix trinken, von dem wir mindestens 500 Dosen von der Metro gesponsert bekommen haben. Am morgigen Tag soll die Entscheidung fallen.
Am Abend wird wieder gegrillt, Fußball und Volleyball gespielt und vier Leute bereiten sich auf die letzte Nacht an der Halle vor.

Tag 10, Dienstag 31.07.12

Während morgens die ersten Zelte abgebaut werden, kommt die Nachricht, dass die Entscheidung auf den ersten August vertagt wird.
Doch noch einen Tag überstehen bis endlich klar sein wird, ob wir Eishockey in Dresden weiterhin erleben werden. Langsam macht sich die Erschöpfung breit.
Mittags gibt es zwei Wurstsalate gesponsert von Lutz. Abends wird wieder gegrillt. Man feiert den Geburtstag der Frau des Bärtigen, obwohl man den Bärtigen nach dem Friseurbesuch kaum wieder erkennt. An dieser Stelle ein riesiges Lob an die achtköpfige Familie, welche aus Eishockey Dresden nicht mehr wegzudenken ist und uns auch die letzten Tage immer begleitet und unterstützt hat. Natürlich an dieser Stelle auch gleich ein Lob an die Geschäftsstellenführung und die Mitarbeiter, welche täglich uns mit Kaffee und Frühstück und vielen Kleinigkeiten versorgt haben.
Die letzten drei Übernachter fanden nach einem Mitternachtssnack und einer Kicherrunde am Kühlschrank auch in ihr Zelt zurück.
Nun hoffentlich, die letzte Nacht.

Tag 11, Mittwoch 01.08.12

Die letzte Nacht vor der Eishalle ist überstanden. An dieser Stelle ein Gruß an die zwei Leute, die es tatsächlich geschafft haben, jede Nacht an der Halle zu schlafen. Wir warten auf den Termin, an dem ihr uns für diese Leistung ein Bier ausgebt. Aber auch den zweiten Platz an die Person, die eine Nacht weniger und der dritte Platz an die zwei Leute, denen zwei Nächte fehlen, sollten an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Starke Leistung von allen Beteiligten und das trotz Arbeits- und/oder Eheleben! Noch ein letztes Frühstück, dann wird gewartet bis die Entscheidung endlich fällt. Schnell noch das obligatorische Frühstücksfoto schießen. Wir wollen ja auch festhalten, wie viele Leute am Tisch sitzen oder haben wir jemand vergessen? Es ist mal wieder sehr heiß, aber das Planschbecken ist seit Sonntag leider abgebaut.
Es gibt Pfannkuchen und netterweise noch eine Portion Nudeln aus dem Chiaveri zum Mittag. Gegen Nachmittag fällt die Entscheidung. Es ist vollbracht. Die Hilfe der Stadt wird angenommen und Danilo Klee trägt nun die volle Verantwortung. Später wird er zu den Fans kommen, ihnen kurz erklären, was geschehen ist und wie es weitergeht.
An dieser Stelle wünschen wir ihm viel Erfolg in den kommenden Monaten.
Nun werden die Zelte endlich abgebaut. Man ist erschöpft und erleichtert. Es wird noch eine Weile dauern, bis man die Nachricht wirklich realisiert, bis man vollkommen glücklich ist, dass es irgendwie weitergeht. All die Tage hat man versucht die Gedanken an ein Ende zu verdrängen, denn Eishockey in Dresden ist für viele nicht nur ein Hobby, sondern ein wichtiger, wenn nicht sogar der wichtigste Teil des Lebens. Nun heißt es, wieder zu Hause einziehen und die Saison vorbereiten!
Am nächsten Tag wird noch kurz das Gerücht umgehen, dass den Eislöwen die Lizenz entzogen wurde, welches sich aber schnell aufklärt.
Wir bleiben in Liga 2!
Ein Dank an alle Unterstützer, Helfer, Sponsoren, Fans, eben an alle. Mit dem friedlichen Protest und Zusammenhalt untereinander haben wir viel erreicht!
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