Outlaws Dresden

04.09.2011
VER Selb - Dresdner Eislöwen 4:2 (2:0; 1:2; 1:0)

(Zipp und Bademeister)

Zum ersten Auswärtstest der Saison ging es gestern also nach Selb. Da viele den Verein noch aus längst vergangenen Oberliga-Zeiten kennen, konnte man die Partie im Vorfeld fantechnisch als durchaus interessant einordnen. Trotzdem musste der geplante Bus letztendlich leider abgesagt werden und man reiste in PKW an. Im Gästeblock versammelten sich dann circa 40 Dresdner, die meisten davon durchaus bekannte Gesichter der Jugendbrigade diverser Fanclubs und ein kurzweiliger Abend sollte beginnen ...

1. Drittel

Spiel: Das 1. Drittel begann für unsere Löwen erwartungsgemäß gut und so konnte nach 26 Sekunden gleich mal das erste Tor bejubelt werden. Unser Neuzugang Francz war der Torschütze und ließ auf einen klaren Sieg unserer Jungs hoffen! Das Spiel wurde immer hektischer. Viele Strafzeiten und Sticheleien sorgten für die ein oder andere Aufregung und so brachte St Jean in der 7. Spielminute auf Vorbereitung von Iberer die Löwen in Überzahl mit 0:2 in Führung. Nach einem Foul mit Verletzungsfolge war das Spiel für Heilmann frühzeitig beendet. Das 5 minütiges Powerplay konnte jedoch nicht genutzt werden. Die Porzellanstädter kamen trotz des Klassenunterschiedes zu guten Chancen, die Häcker aber vereiteln konnte. Und so ging es mit einem kleinen Polster in die Drittelpause.

Neben dem Eis: Der Dresdner Block zeigte sich sangesfreudiger als es für ein Testspiel zu erwarten war und so wurde das erste Drittel fast durchweg supportet, meist auch in annehmbarer Lautstärke. Auf der Gegenseite lief der Betrieb diesbezüglich etwas schleppend an, doch auch dort steigerte man sich langsam. Mit dem Gang zum "Pausenhof" kam es noch zu einer kleinen Handgreiflichkeit, provoziert durch einen Fettsack des Selber Jungsturms. Die Angelegenheit war aber schnell bereinigt.

2. Drittel

Spiel: Schon nach 44 Sekunden rasselte es erneut im Kasten der Gastgeber. Jarett war diesmal der Glückliche. Nun sollten auch die ca. 1.000 Selber Fans ihre Mannschaft bejubeln können, als Hendrikson die 5 zu 4 Überzahl eiskalt ausnutzte. Der VER kam nun immer besser ins Spiel. Eine handfeste Auseinandersetzung gab es zwischen Francz und Ryzuk, bei der wir uns nochmal einen Pluspunkt bei den Selbern dazuverdienen konnten. Gleich danach kam es noch einmal zu einer Meinungsverschiedenheit einiger Akteure, so dass in der Folge H. Martens und Francz frühzeitig duschen durften, was unser Gegner auch konsequent zum 2:3 nutzte. Schneider war der Schütze, der 7 Minuten vor der Schlussirene die Fans nochmal hoffen ließ. Weitere schön herausgespielte Gelegenheiten trugen dazu bei.

Neben dem Eis: So ein hitziges Spiel geht natürlich nicht spurlos am Publikum vorbei und so wurde aus dem vermeintlich langweiligen Test auch auf den Rängen eine richtige Actionkiste. Man bepöbelte sich mit Inbrunst, wobei auch mal wieder unsere Herkunft aus den sogenannten "neuen Bundesländern" erörtert wurde. Die anwesenden Polizei- und Ordnerkräfte zeigten sich nun verstärkt bemüht, Dresdner Fans von der Abgrenzung zum Sitzplatzbereich fernzuhalten und langsam beruhigten sich die Gemüter wieder.

3. Drittel

Spiel: Nach 3 Minuten im Schlussabschnitt ließ Norman Martens die Löwenfans nochmal aufschreien, als er das 2:4 erzielte. Beide Teams hatten gute Chancen, doch es sollte beim 4:2 aus Sicht unserer Löwen bleiben. Für Selb sicher eine mehr als anständige Leistung, für uns wie schon geschrieben nix weiter als ein glanzloser Sieg im Testspiel.

Neben dem Eis: Im Dresdner Block war die Luft nun langsam raus. Für einen Lacher sorgte noch ein Selber HansGuckInDieLuft, der dummglotzend am GB vorbeischlenderte, dabei auf einem ominösen Gegenstand ausrutschte und erstmal schön den Block vermessen hat... Die Gegenseite feierte gegen Ende und vor allem nach dem Spiel ihr Team in einer doch annehmbaren Lautstärke. Zusammenfassend kann man sagen, dass von dem Tag viele wohl doch positiv überrascht gewesen sein dürften - nicht unbedingt wegen der spielerischen Qualität aber langweilg war es auf keinen Fall und es war schön mal wieder in Selb gewesen zu sein, wo Eishockey auch wunderbar ohne Drecks-DEL/KHL/NHL-Kommerz-Mist funktioniert!

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