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Selbstverständnis der Outlaws DresdenDie Outlaws Dresden verstehen sich als Fanvereinigung der Dresdner Eislöwen. Wir sind ausdrücklich kein Fanclub sondern eine offene Gruppe von verrückten Fans. Unser Ziel ist die maximale Unterstützung unserer Mannschaften zu allen Heim- und Auswärtsspielen unabhängig von Ligenzugehörigkeit und Spielstand. Wir verstehen uns als führende Kraft bezüglich Stimmung und Atmosphäre in der Dresdner Nordkurve und möchten auch die Fanszene an sich bestmöglich repräsentieren. Wichtig ist nicht der eigene Name, sondern das, was am Ende für den Verein und die Stadt erreicht wird. Nicht die Selbstdarstellung einzelner, sondern der Gemeinschaftssinn bestimmt das Handeln der Gruppe. Wir wollen der Anlaufpunkt für alle aktiven Fans sein. MitgliedschaftWir freuen uns über alle aktiven und motivierten Fans, die sich engagieren wollen. Grundvoraussetzung ist natürlich die Liebe zum Verein. Erfolgsfans sind bei uns fehl am Platze. Wir erwarten von jedem die bestmögliche Unterstützung des Vereins und den größtmöglichen Einsatz für die Gruppe. Wenn ihr genauso denkt und euren Beitrag leisten wollt, zeigt euch, stellt euch zu uns, sprecht uns an, fahrt auswärts und zeigt Einsatz und Leidenschaft. Wir wollen die Kraft aller aktiven Fans bündeln und für den Support unseres Vereins einsetzen. Die vielfältigen Aufgaben werden innerhalb der Gruppe verteilt und jeder kann so seine Stärken einbringen. Alle Mitglieder tragen Verantwortung für die Gruppe und sind um eine positive Außendarstellung bemüht. Politik und GewaltDie Outlaws Dresden wahren zu jedem Zeitpunkt Respekt gegenüber gegnerischer Mannschaft und Fans. Wir distanzieren uns ausdrücklich von grundloser Gewalt. Hierbei ist anzumerken, dass Emotionen und Provokation zu jedem Spiel dazu gehören. Die politische Ausrichtung jedes einzelnen hat in der Kurve keine Rolle zu spielen und wird auch nie zum Thema gemacht. Es herrscht Einigkeit darüber, dass links- und rechtsextreme Parolen und Gesänge in der Kurve nicht geduldet werden. Kommerz und SelbstbestimmungDie Outlaws Dresden lehnen gedankenlosen Konsum und zunehmende Kommerzialisierung ab. Beispielsweise sind damit seelenlose Sponsoren-Maskottchen ohne Vereinsbezug, eine mit Werbung überladene Eishalle, sinnfreie, vereinsferne Fanartikel und der Verkauf der Vereinsfarben gemeint. Wirtschaftliche Gesichtspunkte dürfen nicht die Maxime sein und auf alle Bereiche des Fanseins ausgedehnt werden, da dieses vor allem ideellen Motiven untergeordnet sein sollte. Wir als Gruppe finanzieren uns durch Beiträge, Spenden und den unabhängigen Verkauf selbstentworfener Fanartikel. Das Geld wird in vollem Umfang in neue Choreographien, Fahnen und Banner investiert. Jede finanzielle Unterstützung von Seiten des Vereins und Sponsoren wird abgelehnt, da wir, sobald eine Aktion vom eigenen Verein (teil)finanziert wird, unsere Unabhängigkeit gegenüber dem Verein verlieren würden. Auch der Grundgedanke eines jeden aktiven Fans, nämlich die Unterstützung des Vereines, verliert an Sinn, wenn eben dieser Verein finanzielle Mittel aufwendet, um Dinge zu unterstützen, die ursprünglich als Unterstützung für genau diesen Verein gedacht waren. Wir sprechen uns grundsätzlich gegen die Entwicklung des Eishockeysports zur Eventkultur sowie dessen Ausschlachtung durch unnötige Sponsoring-Aktionen aus. Im Mittelpunkt soll der Sport stehen, das Erlebnis in der Kurve, die Stadt, der Verein, die Mannschaft und die Fans. Sicherlich sind Sponsoren wichtig, geben sie doch die Sicherheiten, die ein Verein im Profi-Geschäft braucht. Aber der aktive Fan soll in seiner Rolle nicht immer mehr zurückgedrängt werden. Wir wollen keine Konsumenten einer perfekt inszenierten Veranstaltung sein. Ehrliche, spontane Emotionen aus der Mitte einer Fanszene heraus machen nach unserer Auffassung den Sport doch eigentlich aus. Wir bemühen uns stets, die Verantwortlichen der Dresdner Eislöwen von der Wichtigkeit einer aktiven Fanszene und den Freiräumen, die diese braucht, überzeugen. Deshalb sind wir jederzeit an einem guten Verhältnis zur Betriebsgesellschaft und zum Verein interessiert, welches in der Vergangenheit auch immer Bestand hatte. FanszeneWir beanspruchen unseren Platz innerhalb einer gewachsenen Fanszene. Wichtig ist uns dabei, dass sich auch weiterhin jeder Fan mit seinem Verein identifizieren kann. Wir respektieren jeden Fan, der in die Eishalle kommt, um unsere Mannschaft zu unterstützen und wir wollen alle für unseren Sport begeistern. Wenn Menschen unterschiedlicher Ansichten, Ideale, Denkweisen und Generationen aufeinander treffen und wenn diese Gemeinschaft durch gemeinsame Interaktion und auf der Basis eines gemeinsamen Grundkonsenses funktionieren soll, ist gegenseitiger Respekt die Grundvoraussetzung. Wir erwarten, dass uns jederzeit Respekt und Toleranz entgegengebracht und das offene Gespräch gesucht wird, wenn es Probleme und Irritationen geben sollte. Die innere Geschlossenheit unserer Kurve sollte für alle eine Selbstverständlichkeit sein. Die Eishockeyfanszene in Dresden soll sich weiter frei entfalten und entwickeln können, wobei wir uns das Recht vorbehalten, uns jederzeit kritisch zu äußern. Wir wollen die Idee des Vereins als Gemeinschaft am Leben erhalten. Outlaws Dresden, Juni 2009 |
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